Die Bodenreform im Lichte des Freihandels.
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Anschauung, und von Thünen hat in seinem „isolierten
Staate“ die vollen Konsequenzen dieses Standpunktes ge
zogen. Dabei sollen alle anderen Steuern fortfallen; nur
diese Grundrentensteuer soll als „einzige Steuer“ bestehen,
und der Überschuß über die gemeinsamen gesellschaftlichen
Bedürfnisse an die einzelnen gleichmäßig verteilt werden.
Es wird auch berechnet, daß auf den Kopf der Bevölkerung
in hundert Jahren an hundert Mark zur Verteilung gelängen-
Wenn jemand recht sparsam leben würde, könnte er selbst
bei der wahrscheinlich horrenden Verteuerung aller Pro
dukte ohne Arbeit leben, vorausgesetzt, daß er kein Land
in Anspruch nähme. Doch wird es allen, die dies tun
werden, schlecht bekommen, da durch die wachsende Be
völkerung die Abgabe für Benutzung des Landes immer
höher werden, und den Bauern usw. trotz sinkenden und
fortfallenden Zinses kaum das nackte Existenzminimum
lassen wird. Wenn Rente und Zins eines sind, wenn die
Grundrente die wirkliche und wahrhaftige, nicht imaginäre
Grundlage des Zinses ist, so wird es wohl den Bauern und
anderen Landbesitzern einerlei sein, ob sie durch Zins
oder Rente ausgeplündert werden. Um nun das Stecken
pferdchen der „einzigen Steuer“ recht tüchtig in Trab zu
bringen, scheut man sich nicht auszusprechen, die Grund
rente durch eventuelle Prohibitivzölle in der Höhe zu halten
resp. weiter zu treiben. Daß derartige Sachen nicht weiter
ernst zu nehmen sind, ist unter verständigen Menschen,
welche nachdenken, selbstverständlich. Denn, wie früher
die Landbesitzer die Grundrente auf Kosten der Gesamt-
bevölkerung für sich einzogen, so würde jene ein noch
gröberer Kommunismus zugunsten der industriellen Tätig
keit usw. ausplündern Daran können auch die wunder
samen Berechnungen über den Nutzen beim Fallen des
Zinses nichts helfen. Nur darin wäre ein Vorteil, daß die
Grundrente, d. h. als Monopolgrundrente, jetzt allen zu