Full text: Logik des Geldes

§ 2. Abgrenzung der Aufgaben dieser Untersuchung. 
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lassen, die den eisernen Bestand einer jeden Monographie 
über »Geld« bilden. 
Viele Schriften enthalten eine endlose und im Grunde ge 
nommen doch ziemlich gleichgültige Erörterung darüber, in 
welchem Verhältnis die verschiedenen Funktionen des j 
Geldes (Wertmesser, Tauschmittel, Zahlungsmittel) zu ein 
ander stehen, welches die primären und welches die sekun- 
dären Funktionen bleiben. Diese Frage glauben wir um so 
eher übergehen zu dürfen, als sie unserer Auffassung nach 
unlösbar bleibt. Historisch aufgefaßt, ist sie von geringerem 
Interesse als logisch und kann überdies wegen Mangels an 
Material nicht mehr entschieden werden; rein logisch aber 
bleibt jede Lösung allzu willkürlich und anfechtbar. Das folgt 
ohne weiteres aus unserer bald zu erörternden Auffassung 
des Geldbegriffs. Erkennt man nämlich dessen individuelle 
Entstehung, so wird man einsehen müssen, daß eine objektive 
Norm für irgendeine bestimmte Auffassung der Funktionen 
und ihres Verhältnisses zu einander gar nicht gegeben ist. 
Die abstrakte, scholastische Behandlung des Problems, »ob 
ein Wertmesser eigenen Wert besitzen müsse«, ist auch unter 
blieben. Sollte jemand meinen, ohne diese Erörterung sei 
ein modernes Buch über Geld nicht denkbar, so bitten wir 
ihn, dennoch vorurteilslos zu prüfen, ob nicht den von uns 
behandelten logischen Problemen eine selbständige Bedeu 
tung zukomme. 
Viele Lehrbücher und Abhandlungen enthalten ferner Be 
trachtungen darüber, wie es in der Volkswirtschaft aussehen 
würde, wenn es kein Geld gäbe. Die Not des Schusters, 
der in der geldlosen Wirtschaft für seine Schuhe kein Brot 
bekommen könnte, und die des Bäckers, der für sein Brot 
keine Schuhe bekäme, sind zuweilen so überzeugend ge 
schildert worden, daß wir uns begnügen dürfen, auf die be 
reits vorhandenen Darstellungen dieses Gegenstandes hin
	        
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