Zweites Kapitel.
Das Problem des Endes als fundamentale Aufgabe
der Logik des Geldes.
§ 1.
Die Aufgabe.
Das Problem des Endes,, oder die Frage: »Wie ist das
Ende eines jeden Geldsystems zu denken?« ist in der Literatur
unseres Wissens noch nicht in extenso behandelt worden.
Zwar finden wir Erörterungen, die darauf hinauskommen,
welcher Abschluß am zweckmäßigsten für ein bestimmtes
konkretes Geldwesen gefordert werden könne,
z. B. wo es sich um die Abschaffung einer entwerteten Papierwährung
handelt. Und hier stoßen wir auch auf die allgemeine
Behandlung der praktischen Frage, wie die Herstellung
der Valuta am besten und am gerechtesten erfolgen
könne. Hier werden die Folgen geschildert, die eine
gesetzliche Devalvation für die einzelnen Volksklassen nach
sich zieht. Aber alles das sind Fragen, auf die teils nur die
formale Jurisprudenz, teils aber die spezielle wirtschaftliche
Dynamik Antwort gesucht hat. Sie sind durchaus zu trennen
von unserem elementaren und abstrakten Grundproblem der
wirtschaftlichen Logik, durch dessen mehr oder weniger befriedigende
Lösung ihre Behandlung freilich wesentlich gefördert
werden könnte. Manchmal finden wir dann einzelne
Sätze und kurze Erörterungen, die bereits als Antworten auf
die Frage nach dem Ende aufgefaßt werden könnten. Aber
auch dort fehlt die prinzipielle Erörterung, ja die prinzipielle
Fragestellung. So wenn der Papierwährung allgemein die
Fähigkeit aberkannt oder zugesprochen wird, dauerndes,
zweckmäßiges Geldsystem zu bleiben. Die eingehendere Be-