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Bemerkungen zu dem Schema Seite 147f.
Allmonatlich erhält jeder Betriebsleiter eine derartige
Unkostenstatistik. Die allmonatliche Verrechnung der Betriebs-
Unkosten, Abschreibungen und Zinsen gibt dem Leiter Aufschluß
über die Selbstkosten seiner Produktion und die Möglichkeit, Un
regelmäßigkeiten aufzudecken und zu beheben. Die Aufstellung ent
hält nur die Kosten des Betriebes, eine Zusammenstellung der Auf
wendungen, die für den Betrieb an sich verausgabt werden. Ausgaben,
auf die dem Betriebsleiter kein Einfluß zusteht, den Betrieb nichts
angehen, sind weggelassen; also vor allem die Handlungsunkosten,
d. h. die Kosten des Vertriebes und die besonderen Verkaufsspesen.
Der Verkaufspreis müßte also enthalten: Rohstoffkosten, Kosten lt.
Statistik, Handlungs- und besondere Verkaufsspesen, Gewinn.
Jeder Großbetrieb zerfällt hinsichtlich der Kostenrechnung in
zwei Betriebsgruppen (S. 21), Fabrikationsbetriebe, die
Verkaufsprodukte her stellen (Haupt- und Nebenbetriebe), und H i 1 f s -
betriebe. Zu letzteren zählen wir Kraft-, Magazins-, Rollbahn-,
Wasser- und Gaswerkbetrieb, Reparaturwerkstätten, Betriebe, die
nicht selbständige produktive Arbeit leisten, nur der Aufrechterhal
tung der Produktionsbereitschaft dienen. Bei Haupt- und Neben
betrieben werden Selbstkosten für den Betrieb (Gesamtkalkulation)
und für das Produkt (Einzelkalkulation,] Masseselbstkosten), bei
Hilfsbetrieben werden die Selbstkosten nur für den Betrieb ermittelt.
Nebenbetriebe erzeugen Rohwaren oder Hilfsmaterialien zum
eigenen Verbrauch oder verarbeiten Nebenprodukte, die erst durch
die Produktion des Hauptbetriebes möglich werden. Jeder dieser
Hilfsbetriebe hat seine eigenen Unkosten wie die Fabrikationsbetriebe,
nur fehlen häufig die Kosten für Rohstoffe. Deshalb ist jeder Hilfs
betrieb hinsichtlich der Kostenverrechnung wie jeder andere Be
trieb als selbständig anzusehen. Seine Kosten werden auf einem
besonderen Konto verbucht. (Vgl. S. 56.) Dabei kann man die all
gemeinen Unkosten, die der ganzen Unternehmung zur Last fallen,
auch den Hilfsbetrieben anteilsmäßig anrechnen; oder man läßt sie
frei von den Generalspesen, die dann unmittelbar den Fabrikations
betrieben voll angerechnet werden. Der erste Vorgang ist theo
retisch richtiger, weil er es ermöglicht, die vollen Unkosten der
Hilfsbetriebe kennen zu lernen; es müssen bei der Verteilung auf
die Hauptbetriebe Lohnzuschläge ermittelt werden, durch die die
..allgemeinen“ Kosten wieder anteilsmäßig verrechnet werden. (Vgl.
8- 56 f.) Einfacher ist es, nur die Sonderkosten der Hilfsbetriebe zu
verrechnen. Der schließliche Erfolg ist in beiden Fällen gleich: Be
lastung der Hauptbetriebe für die Generalspesen.
Wie willkürlich in dieser Hinsicht in der Praxis vorgegangen
w ird, zeigt die Verrechnung der Hüttenwerke. In einem ge