5. Die Eisenindustrie.
385
Belegschaften der Steinkohlengruben in den genannten Bezirken waren im Jahresmittel 1911
74038, 145 391 und 341716 — 561 145 Mann stark. Deutscher Reichsanzeiger und
Königlich Preußischer Staatsanzeiger. Berlin, den 8. Juni 1912. Nr. 136. 2. Beilage. >S- 2.s
2. Rach der Berufs- und Betriebszählung vom 12. Juni 1907 waren im deutschen
Kohlenbergbau 533 823, in der Metallverarbeitung 937 020 und in der Industrie der Maschinen,
Instrumente und Apparate 1 120 282 Personen einschl. der Betriebsleiter beschäftigt. Sta
tistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich. 30. Jahrgang 1909. Herausgegeben
vom Kaiserlichen Statistischen Amte. Berlin, Puttkammer & Mühlbrecht, 1909. S. 76.
3. Im deutschen Bergbau, Salinen- und Hüttenwesen arbeiteten nach der Berufs- und
Betriebszählung vom 12. Juni 1907 860 903 Mann einschl. der Betriebsleiter. Statistisches
Jahrbuch für das Deutsche Reich a. a- O. S- 76.
4. Der Wert unserer wichtigsten Bergwerks-, Salinen- und Hüttenerzeugnisse betrug
im Jahre 1911 über 3,3 Milliarden M. Vierteljahrshefte zur Statistik des
Deutschen Reichs a. a. O. S. 79—80. Die Mineraliengewinnung Frankreichs wertete
1908 676 und 1909 669 Millionen Frs. Glückauf. Berg- und Hüttenmännische Zeitschrift.
Redaktion: Beeckmann und Jüngst. 47. Jahrgang. Essen-Ruhr, Selbstverlag des Vereins
für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund, 1911. S. 1650.
5. Nach der Aufnahme vom 1. Januar 1912 belief sich die Gesamtzahl der auf den
Kruppschen Werken beschäftigten Personen auf 69 950. Von diesen kamen auf die Guhstahl-
fabrik Essen mit den Schießplätzen 37 853, die Friedrich Alfred-Hütte in Rheinhausen 6346,
das Stahlwerk Annen 980, das Grusonwerk in Magdeburg-Buckau 4427, die Germaniawerft
in Kiel 4923, die Kohlenzechen 10 008, die mittelrheinischen Hüttenwerke 853 und die Eisen
steingruben 4507. Jahresbericht der Handelskammer für den Kreis Essen. 1911.
Teil ll. Essen, Druck von W. Girardet, 1912. S- 23.
6. Die Verhältnisse haben sich inzwischen nicht wesentlich geändert. Nach der Berufs
und Betriebszählung vom 12. Juni 1907 gab es nämlich in Berlin 546 758 Industriearbeiter
(bei einer Gesamtbevölkerung von 2 005146): davon kamen auf das Bekleidungsgewerbe
143 593, auf die Metallverarbeitung 63 554, auf die Industrie der Maschinen, Instrumente
und Apparate 66 958, auf die der Holz- und Schnitzstoffe 44 018 und auf die polygraphischen
Gewerbe 21 685. In Dortmund lebten 121 994 Industriearbeiter einschl. der Familienzuge
hörigen (bei einer Gesamtbevölkerung von 188 817), in Barmen 108 871 (158 462), in Chem
nitz 171 208 (260 795),; in Aachen 86 540 (150 290), in Düsseldorf 150 777 (262 474) und in
Elberfeld 96 303 (162 490). Statistik des Deutschen Reichs, Bd. 207, 1. Berufs
statistik. Herausgegeben vom Kaiserlichen Statistischen Amte. Abt. VI (Großstädte), Heft 1.
Berlin, Puttkammer & Mühlbrecht, 1909. S. 29—30, S. 138, S. 225, S. 284, S. 233, S. 193
und S. 217.
(Zusatz von G. M.)
5. Die Eisenindustrie.
Von K. Geiger, E. Hoff, R. Kind, R. Lemke, O. Petersen, M. Philips,
E. Schrödter, Th. Sehmer und O. Vogel.
Gemeinfahliche Darstellung des Eisenhüttenwesens. Herausgegeben vom
Verein deutscher Eisenhüttenleute in Düsseldorf. 8. Ausl. Düsseldorf, Verlag Stahleisen m.
b- H.. 1912. S. 198-204.
Man unterscheidet in Deutschland für das Eisengewerbe geographisch folgende
Houptbezirke: 1. Niederrhein-Westfalen; 2. Siegerland und Nassau; 3. Saarbezirk;
4. Luxemburg-Lothringen; 5. Oberschlesien: 6. die zerstreut liegenden Werke.
Der erste Aufschwung des Eisenhüttenwesens am Niederrhein und in
Westfalen fällt etwa in die zweite Hälfte der fünfziger Jahre des vorigen Jahr
hunderts. Er hängt mit der Entwicklung des Kohlenbergbaues und der Eisenbahnen
Zusammen. Die Hochöfen fanden in unmittelbarer Nachbarschaft trefflichen Brenn
stoff, Absatz des Roheisens und eine tüchtige Arbeiterbevölkerung. Den Bezug von
Mollat, Volkswirtschaftliches Qucllenbuch. 4. Aufl. 25