Full text : Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Fünfter  Teil.  Verkehr.  IV.  Binnen-  und  Seeschiffahrt.

ein  Gedanke,  den  man  erst  feit  der  Fertigstellung  der  sibirischen  Bahn  zur  Ausführung
bringen  konnte.
Anmerkung.  Die  sibirischen  Eisenbahnen  (Sibirische,  Transbaikal-  und  Uffuri-Bahn)
beförderten  im  Jahre  1910:  5134  000  Personen  und  264  310  000  Pud  Güter.  Die  Einnahme
aus  diesem  Verkehr  belief  sich  auf  46  701000  Rubel.  Archiv  für  Eisenbahnwesen.  Herausgegeben ­
  im  Königlich  Preußischen  Ministerium  der  öffentlichen  Arbeiten.  34.  Jahrgang.
Berlin,  Julius  Springer,  1911.  S.  801—802  und  S.  1575—1576.  —  G-  M.

IV.  Vinnen-  und  Seeschiffahrt.

1.  Die  wichtigsten  deutschen  Binnenschiffahrtsstrasten.
Von  Viktor  Kurs.

Kurs,  Die  Binnenschiffahrt.  In:  Handbuch  der  Wirtschaftskunde  Deutschlands.  Herausgegeben ­
  im  Auftrage  des  Deutschen  Verbandes  für  das  kaufmännische  Unterrichtswesen.
4.  Bd.  Leipzig,  B.  G.  Teubner,  1904.  S.  328.
Im  ganzen  und  großen  und  von  einzelnen  Ausnahmen,  wie  dem  Finowkanal,
abgesehen,  sind  die  wichtigsten  deutschen  Schiffahrtsstraßen  diejenigen,  die  Schiffe
biszu400undüber400ttragen.  Es  sind  dies:
Die  kurzen  Mündungsstrecken  der  D  a  n  g  e  unterhalb  der  Memeler  Eisenbahnbrücke ­
  und  des  Pr  eg  els  unterhalb  Königsbergs,  sowie  des  Elbingslusfes,
desgleichen  der  W  e  i  ch  s  e  l  (Arm,  der  bei  Neufahrwasser  mündet,  von  der  Mündung
der  Mottlau  bei  Danzig  an;  ferner  die  jetzt  aufgeräumte  und  ausgebaute,  früher  ganz
versandete  Elbinger  Weichsel,  die  durch  die  Elbinger  Fahrt  und  die  Königsberger
Fahrt  ins  Frische  Haff  geht,  und  der  neue  Weichseldurchstich  östlich  der  Neufahrwassermündung ­
  bei  Siedlersfähr);  ebenso  Alte  und  Neue  Mottlau  innerhalb  und  unterhalb
Danzigs.
Die  Oder  von  Kofel  an  (von  wo  ab  sie  bis  zur  Mündung  der  Glatzer  Neiße
kanalisiert  ist)  bis  zur  Mündung,  —  einzelne  seichte  Stellen  werden  nachgebessert  —
der  Großschiffahrtsweg,  der  um  die  Stadt  Breslau  führt,  Teile  der  Parnitz,  des
Dunzig  und  der  Parnitz-Dunzig-,  sowie  der  Dunzig-Oder-Kanal,  letztere  sämtlich  im
Bezirk  von  Stettin.  Auch  die  unteren  131,5  llm  der  Peene  und  die  unteren  68  llm
der  Warthe  tragen  Schiffe  von  400  1.
Zwischen  dem  Oder-  und  Elbegebiet:
Der  Oder-Spree-Kanal  von  Fürstenberg  an  der  Oder  bis  zum  Seddinsee ­
  nahe  Köpenick  oberhalb  Berlins,  die  W  a  r  n  o  w  unterhalb  Rostocks,  die  T  r  a  v  e
unterhalb  Lübecks.
Der  Elbe-Trave  -Kanal,  der  —  ja  freilich  der  Binnenschiffahrt  nur  in
geringem  Maße  dienende  —  Kaiser  Wilhelm-Kanal  und  endlich  die  Eider
unterhalb  Pahlhudes.
Die  Elbe  von  der  österreichischen  Grenze  an  bis  Hamburg  (unterhalb  Hamburgs ­
  verkehren  weniger  Binnen-  als  Küstenschiffe),  einige  ihrer  Arme,  namentlich
auch  die  bei  Harburg  vorüberfließende  Süder-Elbe,  und  der  Kanäle  in  und  bei  Hamburg, ­
  ferner  auf  dem  rechten  Elbufer  die  Havel  vom  Tegeler  See  oberhalb  Spandaus ­
  ab  nebst  ihren  Seen,  Abkürzungen  und  Armen,  die  Spree  von  etwa  25  llm
oberhalb  Berlins  bis  zur  Mündung  in  die  Havel  und  die  D  a  h  m  e  auf  den  untersten
13  llm  ihres  Laufes  vor  ihrem  Zusammenfluß  mit  der  Spree,  der  mit  je  einem  Arm
            
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