Full text : Die Nationalökonomie in Frankreich

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Die  Nationalökonomie  bei  den  Philosophen  und  Soziologen

wirtschaftlichen  Freihandel  früh  oder  spät  nach  sich  ziehen
muß  i).
Der  Tausch  hat  die  Tendenz,  sich  selbst  auszuschalten  und
eine  Wirtschaftsordnung  anzubahnen,  in  der  das  Geschenkgeben,
dem  er  entsprungen  ist,  überwiegen  wird.  Denn  der  Fortschritt
der  wirtschaftlichen  Anpassung  besteht  darin,  die  Toten  und
die  Naturkräfte  immer  mehr  für  die  Lebenden  arbeiten  zu
lassen.  Wenn  die  von  den  Toten  hinterlassenen  Erfindungen
und  die  dienstbar  gemachten  Naturkräfte  genügen  würden,  alle
Bedürfnisse  der  Lebenden  zu  befriedigen,  so  wären  alle  Produkte ­
  unentgeltlich  und  es  gäbe  keinen  Tausch  mehr.  Einstweilen ­
  ist  dies  nicht  erreicht;  aber  die  Menge  der  unentgeltlichen ­
  Güter  nimmt  mit  jedem  Fortschritt  der  Kultur  absolut
und  relativ  zu 2 ).
Nach  Vorwegnähme  des  Tausches  bleiben  an  spontanen
Gemeinschaften  noch  die  Arbeitsgemeinschaft,  oder,  was  dasselbe
ist,  die  Arbeitsteilung;  an  bewußten  und  gewollten,  als  solche
organisierten  Gemeinschaften  die  verschiedensten  Arten  von
Genossenschaften.  Tarde  schließt  sich  in  seinen  Ausführungen
zu  diesem  Thema  eng  an  die  bekannten,  einschlägigen  Untersuchungen ­
  von  Karl  Bücher  (Entstehung  der  Volkswirtschaft)
an.  Dabei  entrollt  er  ein  Zukunftsbild,  welches  dem  von  Ch.
Gide  gezeichneten  sehr  nahe  kommt.  Es  ist  zweifellos,  meint
Tarde,  daß  die  nächste  Zukunft  eine  mächtige  Entwicklung  des
genossenschaftlichen  Geistes  bringen  wird.  Wir  steuern  jedoch
nicht,  wie  es  die  Sozialisten  wollen,  auf  eine  Vereinheitlichung
und  Zentralisierung  des  genossenschaftlichen  Zusammenschlusses,
sondern  auf  ein  vielfach  verschlungenes  Netz  reich  gegliederter
Genossenschaften  hin.  Das  fortschreitende  Ineinandergreifen
der  genossenschaftlichen  Gruppierungen  der  Menschen,  die  zunehmende ­
  Menge  unentgeltlicher  Güter,  welche  zum  größten
Teile  den  Erfindungen  der  vorausgegangenen  Geschlechter  zu
verdanken  ist,  endlich  die  schrittweise  Selbstausschaltung  des
Tausches,  die  dem  Überwiegen  altruistischer  Gefühle  der  Sympathie ­
  über  den  Egoismus  die  Bahn  frei  macht,  bereiten  eine
            
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