ment ménagées; elle offre à plus d’un endroit
Die „positive“ Grundlegung der Nationalökonomi
d’arbres démesurés; elle réserve souvent autant d'étonneffreïTf
que de joie; elle foisonne d’essences rares et variées; elle a des
clairières et aussi des lacunes. Mais elle présente des matériaux
sans nombre pour les constructions futures 1 )“.
Emile Durkheim, Professor der Soziologie an der Sorbonne
in Paris 2 ), bietet mit seinem Schüler Simiand ein Gegenstück
zu Tarde. Dieser war ein intuitiver Geist, von künstlerischer,
dichterischer Veranlagung ; Durkheim dagegen ist ein nüchtern
systematisch, streng methodisch denkender Theoretiker. Tarde
subjektiviert das Wirtschafts- und das gesamte gesellschaftliche
Leben, und sucht es aus der seelischen Tätigkeit der Menschen
zu erklären; für ihn sind die wirtschaftlichen und gesellschaft
lichen Erscheinungen wesentlich psychologischer Natur. Durk
heim objektiviert das soziologische Erscheinungsgebiet und er
richtet eine Scheidewand zwischen der Seinsweise psychischer
Phänomene und jener, die den gesellschaftlichen Erscheinungen
eigentümlich ist. Für ihn sind die psychischen Phänomene
eine unbestimmte Materie, die durch die Tatsache der „Asso
ziation“ zu neuen Wesen und zu einer neuen Ordnung von
Wirklichkeiten umgewandelt werden 3 ).
1 ) Ernest Mahaim, L’Economie politique de M. Tarde, in „Revue
d'économie politique“, 1903, p. 34.
2 ) Von Dürkheims Werken kommen für uns in Betracht: De la Division
du travail social, Paris 1893, 2. Auflage 1902. — Les Règles de la Méthode
sociologique, Paris 1895, 4. Auflage 1907; deutsche Übersetzung 1907.
3 ) Durkheim versucht die im Grunde auf Condorcet zurückreichende
Auffassung (vgl. H. Denis, Histoire des Systèmes économiques et socialistes,
Bd. II, Paris 1907, p. 31), daß die gesellschaftlichen Erscheinungen eine
ihnen eigentümliche Seinsweise haben und nicht durch innere Wahrnehmung,
d. h. durch Erscheinungen der Individualpsychologie erklärt werden können,
induktiv zu beweisen. (Durkheim, Les Règles de la Méthode sociologique, cap. 5).
Es würde über den Rahmen des vorliegendes Werkes hinausführen, wenn wir
darauf näher eingehen wollten. Übrigens kommen wir am Schluß dieses Kapitels
bei der Besprechung der Methode Simiands auf diesen Punkt noch zurück.
3. Kapitel.
Die „positive“ Grundlegung der Nationalökonomie:
Dürkheim und Simiand.
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