Anhang.
Wir haben im Laufe der vorliegenden Arbeit eine Reihe
von Einrichtungen und Anstalten kennen gelernt, die der Pflege
der ökonomischen Wissenschaft dienen. Da sie alle grundsätz
lich oder tatsächlich im Dienste der einen oder andern Lehr
meinung stehen, fanden sie ihren natürlichen Platz bei der Be
sprechung der einzelnen Schulen. Es gibt jedoch außerdem
noch einige derartige Anstalten in Frankreich, die weder prin
zipiell noch wirklich einer besonderen Richtung angehören, und
folglich im Rahmen dieses Werkes bisher nicht Platz finden
konnten. Von diesen einige Worte an dieser Stelle.
Das vom Grafen de Chambord 1894 gestiftete Musée Social
hat zum Zweck Veröffentlichungen, Dokumente und Aufschlüsse
über die verschiedensten sozialpolitischen Fragen und alle be
stehenden Einrichtungen, welche der Hebung der materiellen
und sittlichen Wohlfahrt der Arbeiter dienen, zu sammeln, und
allen Interessenten unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Die
Anstalt erweitert ihre Tätigkeit immer mehr in dem Sinne, daß
sie auf Grund ihrer reichhaltigen Sammlungen vielfache, sach
kundige Anregungen zur Begründung oder Verbesserung sozialer
Wohlfahrtseinrichtungen gibt. An der Spitze des Musée Social
steht ein Direktorium von sieben Mitgliedern, welche auf sieben
Jahre von der Gesellschaft des Musée Social gewählt werden.
Zu seinen Lebzeiten ernannte der Stifter die Mitglieder des
Direktoriums, dessen Präsident zur Zeit der ehemalige Minister
J. Siegfried ist. Die Zahl der Mitglieder und Mitarbeiter des
Musée Social beläuft sich auf etwa 250. Die liberale Schule
und die Le Play sehe Schule der Réforme Sociale sind besonders
stark darin vertreten. Auch republikanische Politiker wie : Emile
Loubet, Deschanel, Waldeck-Rousseau, Maruéjouls usw., sowie ent
schiedene Interventionisten aus verschiedenen Lagern: Meline,
de Waha, Die Nationalökonomie in Frankreich. 34