Full text : Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

eingetragen  und  nach  der  Aufstellung  des  preufsischen  statistischen
Bureaus 1 )  revidiert.
Perioden  sind  gleichmäfsig  mit  den  Chausseen  von  1859  ab
gebildet.  1849,  in  der  Zeit,  da  Bremen  seinen  ersten  Bahnanschlufs
(Dezember  1847)  erhielt,  existierten  folgende  Bahnen:  Aachen—Köln—
Düsseldorf  —  Elberfeld  —  Dortmund  —  Hamm  —  Minden  —  Wunstorf  —
Hannover  und  Bremen,  mit  Abzweigungen  Köln—Bonn—Düsseldorf—
Duisburg  —  (ßuhrort)  —  Dortmund,  Elberfeld  —  Steele;  weiter  die
Strecken  von  Hannover  östlich:  Hannover—Lehrte—Hamburg—
Glückstadt—Rendsburg  und  Kiel,  Lehrte—Braunschweig—Magdeburg—Berlin ­
  und  Magdeburg—Halle—Leipzig—Dresden—Breslau—
Ratibor—Prerau—Wien—Wiener-Neustadt,  sowie  Prerau—Olmütz—
Prag  und  die  Verbindung  über  Brünn,  an  die  von  Olmütz  her
dann  einige  Abzweigungen  in  Schlesien  und  Sachsen  anschliefsen,
Abzweigungen  von  Lehrte  nach  Hildesheim,  Braunschweig
nach  Goslar,  Oschersleben  —  Halberstadt;  dann  weiter  Köthen  —
Jüterbog  —  Berlin,  Jüterbog  —  Riesa  —  Dresden,  Berlin  —  Sagan  —
Glogau  und,  anschliefsend  an  die  Strecke  nach  Breslau,  Magdeburg—
Stendal  —  Wittenberge,  ferner  Berlin  —  Wittenberge  —  Hagenow  —
Hamburg  und  Hagenow—Wismar,  Berlin—Stettin—Posen,  dann
Halle—Weissenfels  —  Erfurt—Eisenach  —  Bebra—Kassel—Karlshafen,
die  damit  an  die  Weser  schlofs,  und  Leipzig—Reichenbach.  Diese
Bahnen  standen  untereinander  in  Verbindung.
Die  süddeutschen  Bahnen  gingen  die  eine  grofse  Bahn  von
Frankfurt  aus:  die  Hauptstrecke  rechtsrheinisch  nach  Basel;  von
dieser  ab:  Heidelberg  bezw.  Ladenburg—Mannheim—Kaiserslautern—
Bexbach,  Oos  —  Baden,  Appenweier  —  Strafsburg—Kolmar—Mül  -
hausen—Basel,  Mülhausen—Thann;  Frankfurt—Hanau  und  Frankfurt—Wiesbaden; ­
  noch  nicht  in  Verbindung  stand  damit  die
württembergische  Bahn  Heilbronn—Stuttgart—Geislingen;  dazu  kam
die  Strecke  Biberach—Friedrichshafen,  ebenfalls  noch  isoliert.  Die
andere  grofse  süddeutsche  Bahn  ging  von  Kauf  beuren  und  von  München,
zusammentreffend  in  Augsburg,  nach  Donauwörth—Nürnberg—
Fürth—Bamberg—Wunsiedel—Hof—Plauen;  hier  fehlte  also  nur
noch  die  kurze  Strecke  nach  Reichenbach,  die  1851  hinzu  kam.
In  Österreich  war  jenseits  des  Semmering  die  Bahn  Mürzzuschlag—

‘)  Die  historische  Entwickelung  des  deutschen  und  deutsch-österreichischen
Eisenbahnnetzes  vom  Jahre  1838  bis  1881,  hrsg.  vom  Königl.  Preufsischen
Statistischen  Bureau,  Text  und  Atlas,  Berlin  1883.
            
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