Full text : Die Arbeiterfrage

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22,—

Eigentlich  drückt  mich  gar  nichts,  da  ich
ein  Kerl  bin  wie  Diogenes  in  seinem  Faß.
Mehr  Lohn  möchte  ich  um  meiner  Kinder
Entwicklung  schon  haben,  aber  das  „Nichthaben“ ­
  drückt  mich  ebenso  wenig  wie  die
Abhängigkeit.  Ich  bin  kein  Sklave  und  bin
auch  nicht  abhängig.  Lieber  fresse  ich  trockne ­
  Brotkrusten  als  daß  ich  mich  in  die  Laune
eines  Sterblichen  füge.  Ich  bin  8  mal  gemaßregelt,
  weil  ich  eben  noch  nie  abhängig
war.  Ein  gedrückter  Mensch  ist  für  den
herrlichen  Kampf  verloren.  (2.)  [B.  Schles.]

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35,—

Der  geringe  Lohn  drückt  mir  nicht  so  viel
als  wie  die  Hundsfötische  abhängigkeit  vom
Arbeitsgeber  vom  Werksbeamten.  Denn
diese  Antreiber  des  Kapitals  die  oft  weniger
Geist  und  Bildung  besitzen,  ja  nicht
mal  die  praktischen  Kenntnisse  des  Arbeiters ­
  besitzen,  dem  sie  aber  auf  alle
mögliche  Art  das  Leben  verleiden  machen,
ja  sich  einbilden  dem  Arbeiter  alles  mögliche ­
  bieten  zu  dürfen,  dieses  drückt
mich  unbeschreiblich.  Auch  das  mann  sieht
bei  der  größten  Anstrengung  keine  Aussicht
hat  im  Leben  weiterzukommen  und  seinen
Kindern  später  nichts  bieten  zu  können
wirkt  erbitternt,  aber  doch  nicht  so  schlimm
als  wie  die  Abhängigkeit  von  Arbeitsgeber,
(i.t.)  [B.R.]

35,—

Nein,  meine  Sünden  drücken  mich  mehr
als  mein  geringer  Lohn  die  kann  niemand

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gut  machen  die  haben  die  Hände  und
Füße  unsers  Heilandes  durchbohrt.  Ich  bin
meinem  Arbeitsgeber  sehr  dankbar  das  er
mir  Brot  giebt  denn  es  heißt  im  Worte
Gottes  jeder  Mann  sei  unterthan  der  Oberichkeit
  die  Gewallt  hat.  (4.)  [B.  R.]

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30,—

Für  einen  Familienvater  ist  es  hart,  wenn
Kinder  Wünsche  äußern,  ihnen  sagen  zu
müssen,  das  ist  nicht  für  Dich.  (2.  t.)  [B.  R.]

27,—  Das  drig  mier  Sehr  das  ich  zuwenig  ferdienen
  Kan  und  ich  wil  überhaup  kein  Patrigote
  Sein  (4.  t.)  [B.  S.]
30,—  Der  Lohn  wehniger  sondern  der  Hauptdruck
vom  Arbeitgeber  dem  wir  unterstellt  sind
der  uns  zu  Unmenschen  herabwürdigt,  der
unsre  ganze  Menschheit  raubt.  Dieser  Druck
ist  es,  der  uns  zu  einer  wild  werdenden
Masse  werden  läßt.  (3.  t.)  [B.  S.]

Ales  drickt  mich.  (4.  t.)  [B.  Schles.]
Wass  drückt  mier  Der  gerienge  Lohn.
Drückt  mich  mehr,  den  wen  ich  mehr  verdiene ­
  da  kan  ich  auch  ansicht  haben  bei
meinen  Arbeitgeber.  Den  da  möchte  ich
mich  auch  öfters  wo  Rausgehen  ins  Restauratzion
  mit  meinen  Arbeitgeber  auch  eine
|  Flasche  Wein  Trinnken  oder  eine  Flasche
|  Scheck,  und  dabei  auch  Par  Stück  Ziegaren
Mecksyko  im  auch  ins  Tasche  Stecken,  da
möchte  er  auch  ansicht  an  mich  Haben  aber

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