Full text: Die Arbeiterfrage

Eine Macht bildet die Arbeiterschaft über 
all da, wo sie zu einem hohen Prozent-, 
satz politisch und gewerkschaftlich orga 
nisiert u. in derselben Weise Leser der 
Parteipresse ist. Dort wird auch die Ar 
beiterschaft respektiert, ihr Einfluß ist un 
verkennbar. Durch die starken Organisa 
tionen u. die große Zahl der Leser unserer 
Parteipresse ist die Arbeiterschaft zu einem 
Machtfaktor geworden mit dem man unter 
allen Umständen zu rechnen hat respek- 
tiv rechnen muß. — Hoffnungslos möchte 
wissen warum, jeder Arbeiter müßte nur 
ein bischen mehr guf sein eignes ich po 
chen, Und sich sagen nicht nur wie Ihr 
gnädigen Herrn wollt, sondern wir wollen 
als Arbeiter auch mit gefragt sein, respek- 
tiv mit reden, (i.) [T. F.] 
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weil es nie besser werden kann, es giebt 
viel zu viel Arbeiter auf der Welt, der 
größte Teil ist zu unwissend, zu sehr an 
die Armut gewöhnt, auch herrscht keine 
Einigkeit unter den Leuten, dann giebt es 
sehr viel Frauen, die dem Arbeitgeber nicht 
blos Kräfte und Gesundheit opfern, sondern 
auch noch Ihre Ehre, und dadurch ihren 
anständigen Mitarbeiterinnen das Arbeiten 
doppelt erschweren. (3.) [T. F.] 
18,— Weber Den Einfluß das ich mich mit den ein 
schlägigen Fragen viel beschäftige. Ich bin 
der festen Überzeugen daß es dadurch 
überhaupt nicht besser wird daß heißt wie 
die Gewerkschaften jetzt ausgebaut sind. 
— Weil die Gewerkschaften immer mehr 
den Karakter von Unterstützungsvereinen 
annehmen und die sogenannten Führer 
mehr auf ihre Tasche sehen als auf die 
Mitglieder. Ich bin der Meinung daß so 
lange wie mir bei eventl. Lohnerhöhungen 
die Unternehmer nicht zwingen können die 
Zulage aus Ihrer Tasche zu bezahlen es 
für die Arbeiterklasse überhaupt keinen 
Wert hat. Man sollte endlich beginnen 
mit der langsamen Übernahme der Pro 
duktion, mir sollten aber durch unsere Or 
ganisation selber Kapitalist werden. (3.) 
[T. F.]
	        
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