Full text : Die Arbeiterfrage

Den  Glauben  an  Gott  überlasse  ich  den  Engeln
und  Spatzen.  Aus  der  Landeskirche  bin  ich  ausgetreten, ­
  weihl  sie  ein  Diener  des  Kappithals  ist.
(3-)  [B.S.]
Jawohl,  ich  glaube  an  einen  Gott  und  an  ein  Weiterleben. ­
  Aber  an  die  Pfaffen  nicht.  Ich  gehe  schon
seit  einem  Jahrzehnt  nicht  mehr  zu  den  schwarzen
Brüdern.  (3.)  [B.  R.]
Nein  ich  glaube  den  Unsinn  nicht  und  bin  seit  4
Jahren  aus  der  Kirche  ausgetretten,  denn  ich  halte
die  Kirche  für  die  Knebelungsmaschiene  der  arbeiteten ­
  Menschheit.  Die  Kirche  raubt  dem  Menschen ­
  das  denken,  und  wer  nicht  denkt  wird  nie
für  eine  freiheitliche  Bewegung  zu  haben  sein.  (3.)
[B.S.]

Von  einem  lieben  Gott  habe  ich  noch  nichts  gesehen, ­
  unser  Bergassessor  hat  einen  lieben  Gott
und  unser  Bürgermeister  in  Gestalt  eines  über-i
großen  Einkommens  aus  den  Taschen  der  Arbeiter. ­
  (3.)  [B.  R.]
Bin  aus  der  Landeskirche  ausgetreten,  da  ich  die
Pastöre  keinen  Glauben  schenken  kann.  (4.)  [B.R.]
Bin  Atheist.  Materie  und  Energie  bedingen  auf
Grund  ihrer  Wechselwirkung  die  Ereignisse  in  der
Natur  und  im  Universum.  Als  Mensch,  der  die
biblischen  Mythen  und  Sagen  als  das  betrachtet,
was  sie  sind,  war  ich  es  mir  schuldig,  der  Kirche
den  Rücken  zu  kehren.  (1.)  [B.  S.]

Der  liebe  Gott  will  von  mich  nichts  wissen,  und  so
habe  ich  von  ihm  nichts  zu  verlangen.  Jedem  das
Seine.  Aus  der  Kirche  bin  ich  ausgetreten,  da  die
Steuern  so  hoch  sind,  und  wenn  man  in  die  Kirche
geht,  muß  man  die  Tasche  voll  Geld  haben,  sonst
wird  man  von  der  Kanzel  herab  ausgerufen,  dem
Herrn  Gott  was  dazulassen.  (3.)  [B.  Schl.]
Ich  glaube  nicht  an  den  lieben  Gott,  halte  ihn  aber
für  kein  Übel,  wenn  er  nicht  zu  unlauteren  Zwecken
benutzt  wird.  (3.)  [B.  S.]
Ich  trete  aus  der  Kirche  heraus,  weil  ich  mich  von
den  Pfaffen  nicht  verkohlen  lassen  will.  (3.)  [B.R.]
Nein.  Wenn  man  die  Lehren  des  Nazareners  heute
nicht  nur  predigen,  sondern  auch  praktisch  durchführen ­
  würde,  dann  hätten  wir  das  was  wir  wollen,
eine  freie  glückliche  Menschheit,  wo  alle  die  gleichen ­
  Pflichten,  aber  auch  die  gleichen  Rechte
haben  würden.  Weil  aber  die  Vertreter  des  heutigen
Staatschristentums  oder  besser  Staatskirchentum
Ihre  Lehren  jucht  im  Einklang  zu  bringen  vermögen ­
  mit  Jhrem  Tun  und  weil  die  schwarze  und
blaue  Gendarmerie  es  ist  die  immer  den  Keil  des
Zwiespalts  in  der  Arbeiter  unsere  Reihen  hereinträgt, ­
  deshalb  bin  ich  ausgetreten.  (1.)  [B.S.]
An  Gott  glaube  ich  nicht.  Ausgeschieden  aus  der
Landeskirche  bin  ich  nicht,  da  meine  Ehehälfte
vorläufig  im  Wege  steht.  (3.t.)  [B.  R.]
Der  liebe  Gott  hat  mir  in  meiner  Jugend  soviel
zuleide  getan  und  mir  auf  dem  Weg  zum  SozL
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