Full text: Die Arbeiterfrage

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ästhetischen Effekt gedacht, sondern es liegt ein Stück Cha 
rakterbetonung mit darin, die der Eiche die Eigentümlichkeit 
eines knorrigen Menschen andichtet. Man versteht es ohne wei 
teres, daß diese Art Landschaftsanschauung das schlichte Ge 
müt sehr anspricht, denn ihm liegt die Vermenschlichung der 
Natur an sich nahe, und am Menschlichen interessieren es am 
stärksten die Charakterzüge, die moralischen Besonderheiten als 
dasjenige, das ihm sagt, was er vom Mitmenschen zu hoffen oder 
zu fürchten hat. 
Die moderne Ethisierung der Landschaft ist, psychologisch 
genommen, ein assimilativer Prozeß. Wir sehen Gemütswerte, die 
wir in uns selber beständig gehemmt fühlen, in die Landschaft 
hinein, bei der Ausgestaltung dieses Vorganges wird dann alles, 
was nicht damit zusammenstimmen will, an der Landschaft 
herausgesehen, also entweder übersehen oder so in Kontrast 
zu anderen gesetzt, daß es dessen Eigenart nur noch steigert. * 
Gehen Sie oft in den Wald? Was denken Sie, wenn Sie auf 
dem Waldboden liegen, ringsherum tiefe Einsamkeit? 
Bergarbeiter. Entlohnungsform: durchweg Akkord. 
Alter 
Anzahl der 
Kinder 
Durchschn. 
Wochen 
verdienst 
Ihr. 
M. 
20 
17 — 
Ich denke mir, soviel Wild ist für uns ge- 
schafen, aber leider dürfen wir es nicht 
esen. (4.) [B. Schl.] 
21 
— 
is,- 
Da denke ich manchmal viel. (4.) [B. S.] 
22 
— 
16 — 
Nein. (4. t.) [B. R.] 
* Willy Hellpach. Die geopsychischen Erscheinungen in ihrem Einfluß 
auf das Seelenleben. W. Engelmann, Leipzig 1911.
	        
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