Full text : Die Arbeiterfrage

Durchschn.
Wochenverdienst ­


M.

3.  „Häkels“  Worte.  Die  Natur  ist  alles  mit
einen  Male,  Sie  hat  weder  Kern  noch
Schale.  (2.)  [B.  R.]

18  —

Ja.  Das  frische  Grün,  den  Balsamischen
Duft  sollte  man  Täglich  für  Herz  und  Lunge
geniesen  können,  Dazu  ist  die  Arbeit  zu
lange  ermüdet  singt  mann  nider.  (3.)  [B.
Schl.]

26,—

Ich  gehe  sehr  oft  in  den  Wald  leider  mann
kann  sagen  es  ist  kein  Wald  hier  in  Kohlenrevier. ­
  Wenn  Ich  in  dem  Walde  bin,  so
kommt  mir  öfters  der  Gedanke  wie  die
Bäume  des  Waldes  so  stumm  und  groß  gewachsen ­
  sind,  so  bin  Ich  nicht  viel  mer
als  der  einsame  Baum  im  Walde,  nur  der
Unterschied  ist  dazwischen,  daß  Ich  gezwungen ­
  bin  für  Andere  zusorgen  zuschaffen ­
  zu  Rasten  bis  mich  die  Axt  des  Todes
abhaut  während  die  Bäume  in  dieser  Hinsicht ­
  mehr  Ruhe  und  Frieden  besitzen  als
ich.  (1.)  [B.  S.]

31,—

Ja.  Ich  gehe  nicht  in  den  Wald,  um  zu
denken.  Meistens  nehme  ich  mir  ein  interessantes ­
  Buch  mit,  einen  Gedichtband
oder  eine  Erzählung  manchmal  auch  ein
wissenschaftliches  Werk  von  mäßigem  Umfang. ­
  Wenn  ich  des  Lesens  müde  bin,  beobachte ­
  ich  Pflanzen  und  Tiere.  Das  ist
eine  sehr  fesselnde  Beschäftigung,  wenn
ich  z.  B.  ein  Ameisenvolk  beobachte,  da

.

Durchschr
Wochenverdienst


M.

könnte  ich  stundenlang  dabei  sitzen  und  Zusehen, ­
  wie  das  kribbelt  und  krabbelt,  immer
arbeitet  ohne  Ruh  noch  Rast.  Ich  glaube,
in  der  schönen,  freien  Natur  läßt  sich
schlecht  über  subtile  Fragen  nachdenken,
höchstens  wenn  sie  mit  der  Biologie  Zusammenhängen, ­
  man  nimmt  dann  so  eine
Art  Anschauungsunterricht.  (1.)  [B.  R.]

25,—

Wenn  ich  so  einsam  in  den  Wald  liege  und
sehe  die  Autos  so  über  die  Straße  fahren
und  sehe  ihre  Herrlichkeit  und  denke  an
mich  so  falle  ich  in  verzweifellung.  (3.)
[B.S.]

25,—

ja.  Da  denke  ich  wie  traurig  es  ist  unter
der  Erde  zu  arbeiten.  (3.  t.)  [B.  S.]

24,-Ja.

  Da  denke  ich,  hier  ist  Ruhe  und  Frieden, ­
  Wahrheit  und  keine  Dichtung.  (3.)
[B.R.]

21-Ja.

  Daß  die  Natur  sich  so  schön  von  selbst
entwickeln  thut.  (3.)  [B.  Schl.]

28,—

Ich  ging  gerne  aber  leider  haben  uns  die
Industriebarone  auch  das  letzte  Stückchen
geraubt.  Ja  im  Walde  möchte  ich  begraben ­
  sein,  möchte  öfters  die  Bäume  fragen,
nach  200—300  Jahren:  Ist  das  Proletariat
auferstanden.  Hatt  es  seine  Ketten  abgeschüttelt. ­
  Ist  der  Arbeiter  jetzt  frei!“  (1.)
[B.R.]

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