Full text : Die Arbeiterfrage

<

Tägliche
Arbeitszeit

Durchschn.
Wochenverdienst ­


Art  der
jschäftigung

<

jhr

Std.

M.

PQ

27

97*

36,—

Masch.
Schlosser ­


Ich  ziehe  den  Akkord  vor,  weil  er  eine
höhere  Lohnverrechnung  zuläßt,  weil  die
Treiberei  nicht  so  groß  ist  und  sich  selbst
verwalten  kann.  Der  Akkord  sichert  auch
eine  gewisse  Selbständigkeit  Und  Abgeschlossenheit. ­
  (2.)  [M.  B.]

28

97z

26,50

Nähmasch.

schloss.

Das  wird  sich  gleich  bleiben,  da  man  bei
beiden  Methoden  gleichmäßig  schikaniert
wird.  (3.)  [M.  S.]

29

9

40  —

Schlosser ­


Stets  habe  ich  Stundenlohn  als  die  würdigere ­
  Entlohnungsform  gefunden,  da  Akkord ­
  fast  immer  rücksichtslos  auf  Gesundheit ­
  einer  selbständigen  Charakterentwicklung ­
  hinderlich  ist  und  durch  niedere  Rivalität ­
  ersetzt.  (1.)  [M.  B.]

30

10

35,—

Schmied

Stundenlohn,  weil  ich  dann  mit  mehr  Sorgfalt ­
  arbeiten  kann.  (3.  t.)  [M.  B.]

31

1072

24,-Metall

 ­


Stundenlohn,  da  weiß  man  immer,  wenn
die  Woche  herum  ist,  was  man  hat.  ( 4 .  t.)
[M.  S.]

32

9

43,-Dreher



Den  Stücklohn  ziehe  ich  vor,  weil  dadurch
mein  Verdienst  ein  stabiler  ist,  eine  Arbeit
präziser  ausführen  kann.  Das  Akkordsystem ­
  von  heute  gestattet  keine  qualitative,
sondern  nur  quantitative  Arbeit.  (1.  t.)
[M.  B.]

40

4-»

G  ,

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Hot-Jhr.



Std.

M.

M
C

ca

33  9Vs

25,-Schlos-




34  9

35

36

45,-10

  36,  —  iMctaHarbeit.


Masch.
Schlosser ­


97*  18,

37

38

10

11

27,-38,-






Schlosser ­

Metallarbeit. ­


39

10

29,-Bau


schlos-I
  I  ser

Akkord  ist  das  raffennierenste  Ausbeutungsmittel, ­
  was  sich  der  Unternehmer  ausdenken ­
  konnte.  Tötet  die  Nerfen  und  die
Lust  zur  Arbeit.  Ist  überhaupt  zu  verdammen! ­
  (3.  t.)  [M.  S.]
Ich  bin  Gegner  der  Akkordarbeit,  da  durch
ein  derartiges  Entlöhnungssystem  alle
schlechten  egoistischen  Neigungen  im
Menschen  entfesselt  werden.  (1.)  [M.  B.]
Stundenlohn  ziehe  ich  wie  die  meisten
meiner  Berufskollegen  vor.  Akkordarbeit
stelle  ich  mit  dem  Pensum  der  Sträflinge
auf  eine  Stufe,  (i.t.)  [M.  B.]
Stundenlohn,  weil  man  in  Oberstein  im
Akkord  arbeiten  muß  wie  ein  Narr,  wenn
man  auf  seinen  Stundenlohn  kommen
will.  ( 4 .t.)  [M.  O.]
Stundenlohn,  derweil  dem  Arbeiter  im  Akkord ­
  das  Blut  noch  mehr  ausgesogen  wird.
(3-1)  [M.  S.]
Ich  halte  den  Akkordlohn  deshalb  für  den
richtigeren,  weil  dadurch  weniger  Intelligenteren ­
  schwächlichen  und  älteren  Arbeitern ­
  die  Möglichkeit  geboten  ist,  die  Arbeitsstätte ­
  zu  behaupten  und  damit  Verdienst ­
  und  Brot.  (2.)  [M.  B.]
Stundenlohn  ist  mir  lieber,  weil  ich  mir
dann  nicht  so  ansträngen  brauch.  (4.  t.)
[M.S.]

41
            
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