Full text: Die Arbeiterfrage

Alter 
U 
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T3 
c 
5 
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u 
Durchschn. 
Wochen 
verdienst 
Tägliche 
Arbeitszeit 
Jahre 
M. 
Std. 
25 
2 
26,— 
8 
Daß ich bei der Arbeit denke, ist gerade 
mein Fehler, wenn ich mich und andere 
Kumpels betrachte, wie denen der Schweiß 
am Leibe herunterträufelt, denn sie haben 
ja keine Hemden an, so denke ich an die 
göttliche Weltordnung, (i.) [B. R.] 
26 
3 
30,— 
87a 
Ich denke an meine Familie, daß ich gesund 
heimkehren möge. (3. t.) [B. S.) 
27 
1 
25,— 
87z 
Ich denke an den Sozialismus und an den 
Fortschritt, den derselbe jedes Jahr macht. 
(3. t.) [B.S.] 
28 
21,- 
8 
Ich denke vielmal wie das so zu geht auf der 
Welt das wier Tag für Tag Arbeiten müssen 
und haben zur Not das Unterkommen, viele 
Tausende wissen nicht was sie anfangen 
sollen und was sie sich antuhn sollen und 
Arbeiten nicht und Nackend sind wier doch 
alle zur Weid gekommen wir Arbeiten alle 
Tage und gehört uns nicht mal so viel wo 
man hin Spuckt. (3. t.) [B. Schles.] 
28 
2 
18,- 
10 
Ob man nicht könnte über Tage sein Brot 
verdienen. (4.) [B. Schles.] 
29 
1 
27,- 
8 
Denken unmöglich, da auf das Gebirge ach 
ten muß, um mein Leben zu schützen (3. t.) 
[B.S.] 
30 
10 
3 
17,70 
87s 
Ich denke fortwährend an die Gewerkschaft, 
sowie an den politischen Tageskampf. (3. t.) 
[B. Schles.] 
Alter 
t- 
0J 
T3 
C 
5 
’S 
Durchschn. 
Wochen 
verdienst 
Tägliche 
Arbeitszeit 
Jahre 
M. 
Std. 
31 
— 
20,- 
10 
Ich denke imer, wenn es nur bald Schicht 
wäre. (4.) [B. Schles.] 
32 
1 
30,— 
87s 
Ich habe bei der Arbeit keine Zeit zu 
denken, sonzt komt der Lohn nicht raus. 
(4-1.) [B.R.] 
33 
1 
30,— 
8 
Bei der Arbeit habe ich gewöhnlich keine 
Zeit zum Denken. Aber manchmal, wenn 
mir der Schaum auf dem Körper steht, 
denke ich, jetzt möchte ich so einen Geld 
protz als Kumpel bei mir haben. (3.) [B. R.] 
34 
4 
28,— 
8 
Bei der Arbeit habe ich überhaupt keine 
Zeit zum Denken, nur immer feste drauf los, 
daß etwas bei rausschlägt. (4. t.) [B. S.] 
35 
31- 
87s 
Ich denke viel bei der Arbeit. Wenn ich so 
recht müde bin, dann kommt mir folgender 
Vers im Sinn: Wie bin ich ach so müde, 
am liebsten läg ich mich zur Ruh’ im tiefen 
Grabe, wollt schlafen ewiglich. Was hab 
ich von dem Ringen! Das nakte Leben 
bloß; O Leben, Du mein Leben Du bist 
an Schmerzen groß. (3.) [B. R.] 
36 
4 
25,— 
8 
Bei der großen Antreiberei ist es nur mög 
lich, an die Arbeit selbst zu denken. (3.) 
[B. Schles.] 
37 
6 
30,— 
10 
Ich denke an die verfluchte Quälerei hier 
unten und dann noch das Versprechen zu 
haben, nach dem Tode in die Hölle zu 
kommen. (3.) [B. R.] 
111
	        
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