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einer Kategorie hersteilen, weil sie infolge der Beschränktheit
ihrer Arbeitskräfte dann die anderen Bedürfnisse nicht würde
befriedigen können. Sie muß also ihre Produktivkräfte nach
einem Plane verwenden, um ihre Bedürfnisse mit dem geringsten
Arbeitsaufwand zu decken.
Nach diesem Prinzip richtet sich auch die Herstellung der
Gegenstände der Wirtschaft. Steigen die Produktivkräfte einer
Wirtschaft, so kann auch die Gewinnung von gewissen Produk
ten vermehrt werden. Folglich wird der relative Wert der
einzelnen Gegenstände durch die Arbeitsmenge bestimmt, die not
wendig ist, um sie herzustellen. Die Arbeitsmenge erweist sich
somit als das einzige Maß des Wertes, weil nur die Beschränkt
heit der Arbeitskräfte auch die Produktenmenge beschränkt, die
„Seltenheit“ der Gegenstände bedingt.*)
So haben die Gegenstände einer Naturalwirtschaft nicht nur
einen Verbrauchswert, sondern auch einen relativen Arbeits
wert, je nachdem, welchen Teil der Gesamtproduktivkraft der
Wirtschaft die Herstellung dieses Produktes erheischt. Die Pro
dukte, deren Produktion viel Arbeit erfordert, werden höher ge
schätzt und sparsamer verbraucht, als die anderen, die mit we
niger Mühe erzeugt werden. So wird das Prinzip der Kraft
ersparnis zum Kriterium des relativen Wertes einzelner Gegen
stände der Wirtschaft. Jedes Familienmitglied weiß sehr gut,
wieviel Arbeit die Produktion jedes Gegenstandes, etwa eines
Scheffels Korn oder einer Elle Leinen, erheischt.
Denken wir uns nun einen Austausch zwischen einzelnen
Wirtschaften, wobei Korn gegen Leinen ausgetauscht wird. Wenn
die Familie, die Leinen gegen Korn austauschen will, soviel Ar
beit auf wendet oder aufwenden muß, um einen Scheffel Korn
zu erzeugen, wie ihr eine Elle Leinen kostet, so wird sie nur dann
zum Austausch ihre Zuflucht nehmen, wenn sie für eine Elle
Leinen mehr als einen Scheffel Korn erhalten wird; sonst wird
sie doch das Korn in der eigenen Wirtschaft erzeugen.
*) Infolge der Kompliziertheit der modernen Wirtschaft können
viele Volkswirte kein Wertmaß finden. Als solches wird zuweilen die
„Seltenheit“ der Gegenstände betrachtet.