Full text : Die Theorie der Volkswirtschaft

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oder  die  Erhöhung  des  allgemeinen  Wohlstandes  zur  Steigerung
der  Nachfrage  nach  diesen  Produkten.  Dieser  Vorgang  wird  aus  dem
entsprechenden  ohigen  Schema  klar.  In  der  Naturalwirtschaft
wird  in  diesem  Falle  nicht  nur  der  Konsum  vergrößert,  sondern ­
  es  findet  auch  eine  Neueinteilung  der  Produktivkräfte
statt.  In  der  Geldwirtschaft  nimmt  derselbe  Vorgang  nur  eine
andere  Form  an:  er  äußert  sich  in  relativer  Verminderung  der
j  Geldausgaben  für  die  notwendigsten  Bedürfnisse  und  Erhöhung
i  der  Ausgaben  für  andere  Bedürfnisse.
,  II.  Die  subjektive  Wertlehre,
i  Die  Verteilung  der  Produktivkräfte  in  der  Gesellschaft ­
  und  die  subjektive  Wertlehre.
,  Die  unter  den  bürgerlichen  Gelehrten  verbreitetste  Wertlehre,
^  die  subjektive  Werttheorie,  sucht  alle  Erscheinungen  des  Wirtschaftslebens ­
  dahin  zu  erklären,  daß  die  Produkte  einen  subjek-I
  ■”  tiven  Wert  hätten.  Dieser  hängt  von  der  „Seltenheit“  der  Gegenstände ­
  ab.  Je  seltener  ein  Gegenstand  ist,  umso  größer  ist  sein
'  subjektiver  Wert.  Wovon  hängt  aber  die  „Seltenheit“  der  Gegen-;
  stände  ab?  Zweifelsohne  von  der  Verteilung  der  Produktivkräfte
in  der  Wirtschaft.  In  je  geringerem  Umfang  ein  Produkt  hergestellt ­
  wird,  umso  „seltener“  erscheint  es.  Folglich  steht  der  „subi
  V  jektive  Wert“  im  engen  Zusammenhang  mit  der  Verteilung  der
I  Produktivkräfte.  Da  man  aber  eine  Analyse  dieses  Verteilungsi
  Prozesses  sowohl  bei  den  Anhängern  als  auch  bei  den  Gegnern
dieser  Lehre  vergebens  sucht,  so  hängt  der  ganze  Streit  um  diese
Theorie  in  der  Luft.
Wir  haben  schon  das  Prinzip  der  Verteilung  der  Produktivkräfte ­
  in  der  Gesellschaft  untersucht.  Jedes  wirtschaftende  Subjekt ­
  richtet  sich  in  seiner  Tätigkeit  nach  dem  Prinzip  des  kleinsten ­
  Kraftmaßes  und  sucht  seine  Produktivkräfte  so  zu  verteilen,
daß  es  seine  notwendigsten  Bedürfnisse  befriedigen  kann.  Hat
eine  Wirtschaft  1000  Arbeitstage  zur  Verfügung,  und  braucht
man  für  die  Befriedigung  der  Bedürfnisse  jeder  Klasse  100  Tage,
so  werden  nur  folgende  Bedürfnisse  gedeckt  werden  können:
(I)  die  notwendigsten  Nahrungsbedürfnisse,  deren  Dringlichkeits-
            
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