Full text : Die Theorie der Volkswirtschaft

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schneller  sich  darum  die  Akkumulation  des  Kapitals  vollzieht,
desto  beträchtlicher  ist  die  Summe  der  Produktionskräfte,  die  die
Gesellschaft  für  die  Produktion  des  fixen  Kapitals:  für  die  Gewinnung ­
  von  Eisenerz,  für  die  Produktion  von  Stahl,  Maschinen,
Baumaterialien  usw.  aufwenden  muß.
Stellen  wir  uns  eine  gesellschaftliche  Organisation  der  Produktion ­
  vor.  In  diesem  Falle  verbrauchen  die  Arbeiter,  die  die
ganze  Gesellschaft  bilden,  auch  die  in  der  Gruppe  I  produzierten
Gegenstände.  Obgleich  nun  der  Konsum  der  Arbeiter  dadurch
steigt,  geht  die  Akkumulation  von  Produktionsmitteln  im  gleichen
Tempo  wie  früher  vor  sich.  Werden  aber  auch  in  diesem  Falle
Krisen  notwendig  sein?  Da  die  Verteilung  der  Produktivkräfte
nach  einem  bestimmten  Plane  vor  sich  gehen  wird,  so  werden
auch  keine  Produktionsstörungen  eintreten.  Dabei  wird  hier  die
Produktion  von  Produktionsmitteln  nicht  mehr  Selbstzweck  wie
in  der  kapitalistischen  Gesellschaft  sein,  sondern  zur  Verkürzung
des  Arbeitstages  und  Steigerung  des  persönlichen  Konsums  dienen.
In  der  kapitalistischen  Gesellschaft  dagegen  geht  die  Vermehi'ung
  des  fixen  Kapitals  ohne  gleichzeitige  Einschränkung  der  Arbeitsausbeutung ­
  vor  sich.  Da  aber  die  produzierten  Gegenstände
in  letzter  Linie  doch  immer  in  den  persönlichen  Konsum  eingehen
  müssen,  bedarf  der  Kapitalist  einer  stetigen  Markterweiterung, ­
  damit  auf  diesem  Boden  eine  Produktionsvermehrung  und
Produktionsmittelanhäufung  eintreten  kann.  Dank  dem  Umstand, ­
  daß  der  Arbeitslohn  der  Arbeiter  auf  einem  niedrigen
Niveau  steht  und  die  Kapitalisten  sich  dessen  „enthalten“,  den
gesamten  Wert,  den  sie  aus  der  Ausbeutung  der  Arbeiter  herausschlagen, ­
  zu  konsumieren,  vollzieht  sich  die  Markterweiterung
hauptsächlich  entweder  auf  Kosten  der  Bevölkerungszunahme
oder  auf  Kosten  eines  auswärtigen  Marktes.  Darum  sind  die  Entwicklungsbedingungen ­
  der  kapitalistischen  Produktionsweise  in
Ländern  mit  einer  konstanten  Bevölkerungsziffer  (Frankreich)
oder  in  kleinen  Ländern,  die  keinen  auswärtigen  Markt  besitzen,
weniger  günstig  als  in  umfangreichen  Ländern  mit  einer  steigenden ­
  Bevölkerungsziffer.
            
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