Full text: Die Theorie der Volkswirtschaft

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nur eine relative; mit anderen Worten: obgleich die Zahl der Ar 
beiter, die Produkte des Massenkonsums hersteilen, relativ abge 
nommen hat, ist die von ihnen verbrauchte Menge dennoch ge 
stiegen. 
Dagegen ist sowohl absolut als auch relativ die Zahl der Arbeiter 
gestiegen, die Produkte zur Befriedigung der ästhetischen und 
geistigen Bedürfnisse herstellen. Folglich ist die Volksmasse be 
reit, ihre geistigen Bedürfnisse auf Kosten ihrer physischen zu be 
friedigen. Zeitungen, Theater usw. werden zu den unentbehr 
lichsten Gegenständen des Massenkonsums. 
Wir haben schon bemerkt, daß absolut die Menge der ge 
wonnenen Produkte gestiegen ist. Wir betrachten hier aber die 
Verteilung der Produktivkräfte unabhängig von der Menge der 
produzierten Waren. Wir wollten nur die Richtung angehen, in 
der die Verteilung der Produktivkräfte vor sich geht. Und diese 
erhellt aus der relativen Vermehrung der Arbeiterzahl in ver 
schiedenen Produktionszweigen. 
IV. 
Die Volkswirtschaft charakterisiert sich in doppelter Weise: 
durch die Produktion und durch die Konsumtion. Wir haben 
schon, als wir den Produktionsprozeß analysierten, einen allge 
meinen Überblick über den Konsumtionsprozeß gegeben. Man 
kann aber umgekehrt von der Analyse des Konsumtionsprozesses 
ausgehen, um die Tendenzen der Produktion herauszufmden, da 
doch alle Waren entweder unmittelbar verbraucht werden oder in 
die Produktion eingehen. 
Leider gibt die Statistik gerade in dieser Beziehung sehr wenig 
Anhaltspunkte. Aber auch das schon vorhandene Material wurde 
noch nicht ausgenutzt. 
Der persönliche Konsum kommt in den Privatbudgets zum 
Ausdruck; viel schwieriger ist es, den produktiven Verbrauch fest 
zustellen. Nur die Bauernbudgets geben noch einige Anhalts 
punkte in dieser Beziehung. Dennoch läßt auch das vorhandene 
statistische Material die allgemeinen Entwicklungstendenzen her 
ausfinden und den weiteren Gang der Wirtschaft gewissermaßen
	        
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