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ländlichen Bevölkerung über die ganze Erdkugel: die Ackerbauer
Englands, Deutschlands, Italiens und sogar Rußlands, sowie a. m.
verlassen den einheimischen Boden, um nach dünn bevölkerten
Gegenden und Ländern auszuwandern, wo sie für ihre Heimat
Getreide produzieren.
Dieses Bestreben der ländlichen Bevölkerung, die
Erdkugel gleichmäßiger zu besiedeln, ist von hoher Bedeutung für
die Weltwirtschaft. Selbstverständlich führte dieses Bestreben
nicht dahin, daß die ganze Erdkugel gleichmäßig bevölkert wurde.
Dem standen nicht nur die Boden- und klimatischen Verhältnisse
entgegen, sondern auch die Entfernung vom Markte, für den
Getreide produziert wird. Dennoch existiert diese Tendenz zur
gleichmäßigen Zerstreuung der Bevölkerung, und es ist notwendig,
ihre Ursachen herauszufinden. Dies ist aber nur möglich, wenn
wir die Bedingungen kennen lernen, die zur Bildung der kapita
listischen Grundrente führen, und uns die Bedeutung der Tat
sache des abnehmenden Bodenertrages klar machen.
Weshalb wird aus den dünn bevölkerten Gegenden Getreide
nach den dicht bevölkerten ausgeführt?
Bevor wir jedoch diese Frage beantworten, müssen wir die Be
dingungen nochmals erwähnen, die für einen Warenaustausch
in großem Umfang unter einzelnen Ländern notwendig sind. Das
sind: Verbesserung der Transportmittel und Verbilligung der
Frachtpreise, sowie bedeutende Entwicklung der Warenproduk
tion in beiden Ländern. Schließlich muß die Arbeitsproduktivität
in den austauschenden Ländern verschieden sein, damit ein Aus
tausch stattfinden kann. Sehen wir nun zu, ob diese Bedingungen
auch für die landwirtschaftliche Konkurrenz der dünn bevölkerten
Gegenden zutreffen.
11.
Zuerst seien hier einige Zahlen angeführt, die den Verteilungs
prozeß der Produktivkräfte unter die einzelnen Länder illustrieren.
Dank der steigenden Verbesserung der Transportmittel und Ver
billigung der Frachten wird immer mehr Getreide aus den dünn
bevölkerten Gegenden nach den dicht bevölkerten ausgeführt. Der