Full text: Die Theorie der Volkswirtschaft

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entweder zu einer Abwanderung des überflüssigen Teils oder zu 
dessen Aussterben führen. 
Einige Tiere nehmen zu der Übersiedelung von einem Orte 
nach dem zweiten je nach der Jahreszeit Zuflucht. Alle Tiere 
aber, sowie auch der Mensch, zerstreuen sich mit ihrer Zunahme 
über ein immer größeres Territorium. So wird die Anzahl der 
Menschen, die sich auf einer bestimmten Fläche von den Pro 
dukten ernähren können, die sie in der Natur fertig vorfinden, 
durch die gleichen Bedingungen bestimmt, die auch für die Tiere 
maßgebend sind, und zwar durch das, was die Natur ohne jede 
rationelle Einwirkung des Menschen liefern kann. Diesem 
„Naturgesetze“ unterliegen sowohl die Wilden der Steinzeit als 
auch die modernen Jäger Völker, die vervollkommnetere Jagd 
werkzeuge gebrauchen. Die verbesserten Werkzeuge können die 
Aufnahmefähigkeit des Territoriums nur in begrenztem Maße er 
höhen, solange das Wirtschaftssystem unverändert bleibt und 
keine neue Arbeit aufgewendet wird. 
Die Viehzucht liefert schon eine viel größere Menge von 
Nahrungsgegenständen, von Kleidern usw., je nach der Anzahl 
der Haustiere, und so steigt dadurch die Aufnahmefähigkeit des 
Territoriums. Bei gewissen Natur Verhältnissen (so in schnee 
losen Gegenden) kann die Zahl der Haustiere ziemlich be 
deutend sein. Aber sogar in den nördlichen Tundren ermöglicht 
die Viehzucht (Hirschherden) eine größere Bevölkerungsdichte, 
als die Jagd; dennoch tritt auch bei reiner Viehzucht mit der Be 
völkerungszunahme bald das Bestreben zur Ausdehnung des 
Territoriums hervor. 10 000 Menschen müssen wenigstens eine 
Fläche von 200—300 Quadratmeilen inne haben, um eine ge 
nügende Anzahl von Vieh erhalten zu können. 
Nach einer eranischen Sage tritt Mazda die Herrschaft über 
die Welt dem Yima ab. Yima regiert weise und glücklich. Die 
Menschen und das Vieh vermehren sich unter seiner Obhut so 
sehr, daß er mehrmals die Erde auffordert, sich zu erweitern, da 
mit für die Tiere und Menschen Raum werde.*) Aus der Ge- 
:) Lamprecht, „Deutsche Geschichte“, 4. Aufl., Bd. I, S.152.
	        
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