Full text: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

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Teil II. Korn-Giroverkehr. 
Sitologenfirma genannt; es genügen die Bürosekretäre, denn 
wie der Dienstscheck, so ist auch die dienstliche Eückmeldung 
lediglich für den inneren Dienst bestimmt. 
Die Urkunden P. Lond. 11 S. 92 Nr. 346 a bis c sind sehr 
wahrscheinlich gleichfalls Dienst-Rückmeldungen. 
Die Urkunde a lautet: 
’’Etouç ß Aoukíou Zeimiuiou Zeounpou TTepTÍvaKoç Zeßacr- 
ToO, TTaOvi ë. Zapairiiuv Kai oi p(éToxoi) ctitoX(ótoi) Kiúia(nç) 
Neí(Xou) Tró(Xeujç). M€|i£Tpn)Li(e0a) àrrò T[ev]np(áTUJv) xoO 
aÒToO ëîouç pÉTpiu òriM(o(Títu) Hcrw eiç’Aivxú»(Triv)i TTa- 
ßouTo? ZoKV07T(aíou) Niícrou [ònp(ocríijuv)]* irupoO (dpxaßac;) 
xpíç, T{‘vovxai) (nupoO apxaßai) f- 
In dieser Urkunde und in den Urkunden b und c wohnen die 
Zahlungsempfänger im Dorfe NeiXou ttóXiç, während die Genossen 
schaft der Staatsbauern zu Soknopaiu Nesos die Girozahlerin ist. 
Die dienstmäßige Abwickelung des Giro-Fernverkehrs für 
private Girokunden haben wir uns also folgendermaßen vorzu 
stellen. Der Girokunde M im Dorfe A zahlt im Girowege eine 
Getreidesumme an den Staatsspeicher in A mit dem Aufträge, 
daß dieselbe Menge an den Girokunden N im Dorfe B ausbezahlt 
werde. Der Staatsspeicher in A erteilt dem M die gewohnte 
Speicherquittung (siehe Abschn. 30) und fertigt einen Dienst 
scheck an den Staatsspeicher in B aus. Das Schlagwort des 
Dienstschecks ist péxpqaov. Der Staatsspeicher in B schreibt die 
überwiesene Getreidesumme im Girokonto des N gut und benach 
richtigt den N über die Gutschrift (siehe Abschn. 30 S. 139). Schließ 
lich fertigt der Staatsspeicher in B eine Dienst-Rückmeldung 
an den Staatsspeicher in A aus, worin die Erledigung des Dienst 
schecks angezeigt wird. Das Schlagwort der Dienst-Rückmeldung 
ist pepexpiipeOa. 
Abschnitt 24. 
Beschränktes Verfügnngsrecht. 
Die Girobescheinigung P. Oxy. UI 517 (130 n. Chr.) lautet : 
Yuüß0(€a;g), òi€axáX(ricrav) xqi ib (ëxei?) dno Zeván(xa) 
(dpxdßai) X^. Mepéxpri(vxai) eîç xò bq|u(ó(Tiov) (írupoO) 
‘ Nach der Lesung von Wilcken, Archiv I S. 144. In P. Lond. II Nr. 346 c 
lautet der Name ’Atx*itiy TTaßoüToq. 
* Ergänzt nach P. Lond. II 346 c, 5. 
® Über diesen ersten Satz vgl. S. 91.
	        
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