Full text: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

Abschn. 27. Giroanweisung. 
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eri((Taupoû) TTUpoû apiaßa? xpîç, ^(ívovrai) (uupoO dpraßai) y. 
'A0ùp Í0. ’“Qpoç ëypaipa òrrèp aÙTOÛ oYpappâtou. 
Zahlungsanweisungen an den Staatsspeicher können nur aus 
gehen entweder von amtlicher Stelle (Kassenverfügung) oder von 
einem Giroguthaber (Giroanweisung). Da der Aussteller schreib 
unkundig ist, kann die Urkunde nicht von amtlicher Stelle her 
rühren. Überdies würde bei einer amtlichen Kassenverfügung am 
Schlüsse der Genehmigungsvermerk stehen (vgl. Abschn. 29). Mithin 
ist die Urkunde eine Giroanweisung. Die Giroanweisung ist über 
dies ungeschickt abgefaßt ; der Zahlungsempfänger XaXf^Xiç steht im 
Nominativ, der Giroaussteller nennt sich selber mit Namen nicht. 
P. Lips I 114 (133 n. Ohr.) aus Oxyrhynchos lautet: 
Aiov[ú](Jioç Aiov(ocriou) criToX(ÓTOiç) Aiß(0g) T07r(apxíaç) 
Zúpuuv Kiú|Liri(ç) tótt(ujv). AiaaTeíX(aTe) àqp’ ujv êx^TÉ pou 
èv 0épaTi (iTupoO) Yevií(paToç) il (êiouç) 'Abpiav[o]0 Kaícrapoç 
ToO Kupíou Aioyevei «hiXíUKOu òià AioTévouç picr0inToO Kopiú- 
ße(uj(;)^ tÓ7t(ijuv) dpidßaq éirrà, YÍ(vovTai) (dpxaßai) 1. (’'Exouç) 
if] AuxoKpáxopoç Kaícrapoç Tp<a>iavoO 'AòpiavoO ZeßacrxoO, 
Oaújqpi lã. 
Hier beauftragt Dionysios den Staatsspeicher des Dorfes ZOpa, 
sieben Artaben von seinem Guthaben wegzuschreiben und an Dio 
genes zu Händen seines gleichnamigen Pächters zu verabfolgen. 
Der eigentliche Zahlungsempfänger ist also nicht der Pächter Dio 
genes, sondern der Grundbesitzer Diogenes; es soll nur die Aus 
händigung an den Pächter geschehen. Die Gründe kennen 
wir nicht. 
In P. Lips. I 115 (133 n. Ohr.) haben wir ein Beispiel dafür, 
daß mehrere Giroanweisungen an verschiedene Empfänger 
auf einem und demselben Blatte, verquickt mit einander, 
niedergeschrieben werden durften; der Aussteller mußte freilich 
der nämliche sein: 
Aripqxpioç AiOY(évouç) cri(xoXÓYUJ) Mov{p(ou) xÓ7t(ujv) 
Xaípe(iv). AiácrxeiXov êxeiç pou èv 0ép(axi) (uupoO) 
Yevn(paxoç) iZ (èxouç) 'AòpiavoO Ka(i)aap[oç] xoO Kupíou 
AiroXXiuvíqj Aripnx(pioo) oú(Tí(aç) ZevoK( )^ dpx(aßnv) 
fípKTu, Y(ívexai) (irupoO) (rípicru). ("Exouç) iq AòpiavoO Ka(í)- 
* Kopiößii; ist ein Dorf (P. Oxy. I 45,9), in dessen Gemarkung der Pacht 
acker liegt. 
* Wilcken vermutet Verschreibung für Zeve*^, daher Z€V6K(iovfi(;).
	        
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