Full text: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

Te 1 n. 
Korn-Giroverkehr. 
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[la]TUj<crav>^ -rrapà [toÎ]ç Yeuupxoîç, ïva 0eùjv 0[eX]ôvTUJV, 
èàv àve0ÙJO’i, pf| ëxuupev irepnrXoKiîv Tr[p]ôç tôv àvTÍÒiKov, 
fî ó KÍVÒUVOÇ aÙTiîjv f|Tuu (= ëffTUj) Ttpôç Toùç yeujpYOÙç. Dann 
weiter Z. 22ff.: Emaie ‘Eppía túj t[oû ’Icrjíou TTarrâ Tpa|a- 
parei TrpaKTÓpujv ápTu(piKiI)v), óti òiáaxeiXov, ôv ôqpeíXeiç 
poi THjpòv f| ôv è[àv ÒJoKipaç. 'HpaxXeíòriç 'EppaícrK[o]u àiro- 
ÒÓTou làç ToO (TTupoO) (àpTÚpaç) C èv 0épaTi ktX. 
Zu deutsch: „Apion an seinen Sohn Apion und an seinen 
lieben Horion, besten Gruß. Vor allen Dingen will ich wünschen, 
daß ihr mit euren Kindern und Frauen munter seid. Was ich 
alles im letzten Briefe (an Apion allein) geschrieben habe, güt auch 
für Horion, damit ich nicht dasselbe noch einmal zu schreiben 
brauche. Ich habe euch durch Eutyches, einen Mann aus (dem 
Dorfe) Ision Trjphonos, 3 Giroanweisungen übersandt; davon 
lauten 2 auf den Kamen der Bauern des Maximus, die dritte auf den 
Kamen des Diogenes, Pächters (?) des Belee . .. Reichet dieselben 
sofort (an den Staatsspeicher) ein, vor dem (Monate) Phaophi, daipit 
sie nicht durch Fristüberschreitung ungültig werden. 
Andere (òiacTToXixá) aber sind (von mir) an den Rechtsbeistand 
Panechotes gesandt worden, von dem ihr es (?) ^ empfangen werdet. 
Zahlet ihm 64 Drachmen. Den Grassamen verkaufet und fraget 
K. K., ob er den Mann aus (dem Dorfe) Tampitei haben muß. Meine 
Pachtzinsen, die von den Bauern (im Girowege beim Staatsspeicher 
auf mein Girokonto) angewiesen worden sind, sollen entweder beim 
Fiskus (d. i. im Staatsspeicher) als Giroguthaben aufgerechnet, oder 
in einem genügende Sicherheit bietenden Raume bei den Bauern 
(Pächtern) untergebracht werden ; (diese Sicherheit ist nötig,) damit 
wir, so Gott will, keine Verwickelung mit unserem Prozeßgegner 
bekommen, wenn sie (die verhafteten Leute?) freikommen, oder 
(falls solche Schwierigkeiten entstehen), muß die Gefahr auf Rech 
nung der Bauern (Pächter) gehen Saget zu Hermias, 
dem Bürobeamten der Geldsteuererheber (des Dorfes) Ision Panga, 
daß er eine Giroanweisung ausschreiben möge über den Weizen, 
den er mir schuldet, oder den er nach seiner Schätzung zu zahlen 
hat. Herakleides, Sohn des Hermaiskos, soll die 6 Artaben Weizen 
auf mein Girokonto einzahlen usw.“ 
Wenn andere Zeugnisse fehlten, würde dieser Papyrus allein 
genügen, um uns eine Vorstellung davon zu geben, welchen 
‘ vgl. oben S. 77 Anm. 2. 
* vgl. unten S. 127.
	        
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