Full text: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

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Teil IL Korn-Giroverkehr. 
erklären: díraiòncrijuov Kar’ ávòpa (Titikúòv òià òrnuocríouv YempKÚjv 
èK KÚj)ar|Ç ZoKvoTraíou Nqdou. Ferner BGU. 659 (um 229 n. Chr.): 
àTTaiTTÍcnpov K[a]T’ ávòpa criTiKÔiy òià òii[)a]ocríuuv Teuupfmv ktX. 
In den letztgenannten beiden Beispielen ist sogar das Kai fort 
gefallen, ein weiterer Beweis für die Formelhaftigkeit der Ausdrücke. 
Abschnitt 34. 
Zahlung unèp toû òeíva, von dem Zahler. 
Das ‘ó-rrép’ der Kassenurkunden hat denselben doppelsinnigen 
Wert wie das deutsche „für Rechnung“. Wenn A als Vertreter 
des B von B Geld mit dem Aufträge empfängt, dieses Geld an C, 
den Vertreter von D, zu zahlen, so zahlt A „für Rechnung“ des B, 
und C empfängt das Geld „für Rechnung“ des D. Bei dieser Doppel 
bedeutung des ‘ó-irép’ muß man jede Urkunde einzeln daraufhin 
prüfen, ob das uirép auf den Zahler oder auf den Empfänger 
hinzielt. Im gegenwärtigen Abschnitte sollen Beispiele der ersteren 
Art behandelt werden. 
Die Giroquittung P. Bond.II S. 93 Kr. 217 (213 n. Chr.) lautet: 
’'Etouç im AÙTOKpàTo[poç] Kaíffapoç MápKOU AùpriXiou 
Zeouiípou ’Avtuuvívou TTapGiKoO Meyíerrou BperavviKoO Me- 
Yícttou EitcreßoOg ZeßaerroO. ZapaTrápjuujv xai péToxo(i) (Ti- 
ToX(ÓToi) Riúpriç 'HpaxXeíaç. Meperpfipeea èm Tfjç ê roO 
TTaOvi priv(òç) roO èv€crTíÚTo(ç) xa (êrouç) ¿[ttò Te]vnp(áTUJv) 
ToO aÒToO êrouç elç Tp[... .jivéav ÚTrèp xXqpoúxmv rqg 
irpoxeipévqç xiúpriç ònpocríuj Heerruj Ttupoú dpTäß(ag) ôxriù xrX. 
Das Gerippe dieser Quittung ist: peperpiipeGa eîç To[... .]ivéav 
urrèp xXripoúxmv dpraßag x. Der hinter eîç stehende Mann ist der 
Empfänger der Artaben (vgl. Abschn. 31). Die Sitologen sagen: 
peperpiípeBa „wir haben empfangen“, folglich haben sie empfangen 
für den hinter eiç genannten Mann. Da kein zweiter Mann vor 
handen ist, sind die Worte ‘ÜTièp xXripoúxiuv’ auf den Zahler 
zu beziehen. Die Speicherverwalter bescheinigen also: „wir haben 
für Rechnung der Kleruchen dieses Dorfes empfangen zur 
Girozahlung an Tp[ ]iveaç x Artaben“. Die Genossenschaft der 
Kleruchen ist die Girozahlerin, sie zahlt aus ihrem Giroguthaben. 
Denselben Sachverhalt findet man in BGU. 336 (216 n. Chr.); 
hier lautet das Gerippe: pepeTp(npe0a) eîç^ AupqXiov TíHiç 
* Nach der Abzeichnung von Krebs am Fuße der Urkunde ist in der 
Lücke 6ÎÇ zu lesen.
	        
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