Full text: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

Abschn. 72. Selbständiger Girobankvertrag vom Faijum. 355 
Abschnitt 72. 
Selbständiger Girobankvertrag vom Faijum. 
Im Faijum ist ebenso, wie in Antinoupolis, die Zweiteilung 
(biaTpacpii und uTroTpacpn) des Glirobankvertrages unbekannt. Auch 
scheint im Faijum eine Scheidung der Girobank vertrage in un 
selbständige und selbständige nicht vorzuliegen. Soweit die vor 
handenen Urkunden erkennen lassen, gab es dort nur drei Gruppen 
von Bank urkunden : 
1. selbständige Girobankbescheinigungen, das sind 
also Bescheinigungen, die die Bank dem Girozahler darüber 
ausstellt, daß sie (die Bank) die empfangene Giroanweisung 
richtig ausgeführt habe. Bei einfachen Zahlungen reicht diese 
Form zur Sicherstellung des Zahlers aus (vgl. Abschn. 46). 
2. unselbständige Girobankbescheinigungen, die sich 
an einen Notariatsvertrag sachlich anlehnen und diesem 
in der Eegel örtlich angefügt sind (Abschn. 66). 
3. selbständige Girobank Verträge, die denjenigen von 
Antinoupolis (Abschn. 71) ähnlich sind. 
BGU. 427 (159 n. Ohr.) ist ein selbständiger Girobankvertrag 
aus Arsinoe. Der Text lautet: 
Â. Kopf (Hand 1). 
1- Zeit: *Etouç òcurépou Kai eÎKOCTToû AÙTOKpàTo[p]oç Kaíuapoç Tirou 
AiXíou ‘AòpiavoO AvTUj[v]eívou Z£ß(a(J'T)oO EücreßoO?, Tößi T. 
2. Bankfirma: Aià Tíjç lapamujvoç rparcéCnÇ Tupvaffiou. 
B. Körper (Hand 1). 
1- Zahler: lTo[T]onTiç ZiOTonTeuuç toO ZioTonteuiç airò Kiúpr|Ç 
ZoKvoTiaíou Npcrou 
2. Empfänger: ’A[p]pui[v]íuji ’Qpitévouç toO ‘HpaKXeíòou Z[uj]ai- 
Koapeíuji TÛ) Ktti ’AX0(aieí), òià (ppovriaioû TTav[e]q)pé|ipeujç 
ZaTaßoÜTog toO ZaiaßoÖTO?, anò Kib(png) ZoKVonaíou NpcTou, 
d)(ç) (èxújv) X, oòX(n) baK(TÚXuj) irpiútuj XEipòç [àp]i(TT€pâç, 
^erkaufsgegenstand: TT[e]TrpaKévai aúxòv xôii Zxoxoiíxi 
KápqXov GííXiav Kexapatpévriv èiri xoO òeHioO pr)poO I NO ’Hxa, 
Übereignung: ôv Kai TTap[4]Xaßev ó Zx[o]xofixiç, 
b. Abgrenzung der Anmeldepflicht: Kai àiroTpáq/exai €iç xijv 
xoO èveffxújxoç êxouç xiôv Gpeppáxmv àn[o]TP[a]<pn(v) 
23*
	        
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