Abschn. 100. Die -irepíXuoiç kotù -rtapdKXriaiv.
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(siehe oben S. 2081); nur so ist es denkbar, daß die Anweisungsformel
dem Schreiber hier versehentlich in die Feder fließen konnte.
Zn erwähnen bleibt noch, daß man nicht nur sagte 'irepiXOeiv
Tnv òiaTpacpnv’ oder '-irepiXiieiv rnv pidOujaiv’ (Urkunde IV), sondern
auch, vielleicht nur volkstümlich, 'uepiXijeiv pé’. Die Worte irepi-Xúcracrá
pe aveu ùnepOéaeiuç, die Chichoïs in seiner Handscheinquittung
(Urkunde V) anwendet, mag man etwa übersetzen : „nachdem
du (Stotoetis) sofort wieder den Schuldvertrag mit mir gelöst
hast“. Wenn dann Chichoïs fortfährt : xe èpoû prjòèv Xaßihv òià tò
àuricrxtiTévai pe raÓToiç dpfuplou òpaxpàç òiaKocríaç eiKOffiç, so wird
das bedeuten: „und nachdem ich nichts (d. h. keine Zinsen bezw.
kein Benutzungsrecht des Haussechstels) von dir genommen habe,
weil ich jene 220 Silberdrachmen zurückempfing“.
Eine öieTßoXri eîç TrepiXuffiv dpoupüüv x aus Hermupolis ist
P. Giss. Inv. Nr. 123 = Archiv V S. 1331 (182 n. Chr.). Hier steht
öieTßoXf) xpaîtéiriç im Sinne von òiaTpacpq xpairéZiriç, doch mit dem
Nebensinne der baren Auszahlung^. Die rrepíXucriç àpouptûv bezieht
sich auf die Lösung einer uTraXXarn, die auf Grund einer früheren
òittYpaqpf) xpaTré^qç stattgefunden hatte.
Abschnitt 100.
Die xrepíXuaiç Kaxà xrapáKXqmv.
Kommt ein Schuldner den im Darlehensvertrage übernommenen
Verpflichtungen innerhalb der festgesetzten Zeit nicht nach, so hat
der Gläubiger das Recht, die irepiXucriç des Schuldverhältnisses zu
verlangen. Das ist die TrepíXuffiç Kaxà uapâKXqctiv oder das
„zwangsweise Totmachen eines Schuld Vertrages.“ Gewöhnlich
ist im Darlehensvertrage Pfand gestellt, und die TrepíXuciç besteht
alsdann darin, daß der Pfandgegenstand ordnungsmäßig
in das Eigentum des Gläubigers übergeht. Bei einer solchen Ttepi-Xuaiç
findet gar keine Zahlung statt; trotzdem kann sie vor einer
Bank vorgenommen werden, sofern die Hergabe des Darlehens im
Girowege durch eine Bank stattgefunden hatte. Es durfte sogar
diejenige Bank, die die Hergabe vermittelt hatte, eine andere Bank
sein, als diejenige, welche hinterher die TrepíXuffiç xaxà irapá-KXricTiv
vermittelt.
Eine Bankurkunde über eine TrepíXuffiç Kaxà TrapáKXqaiv
unterscheidet sich wesentlich von einer Bankurkunde über
‘ vgl. oben S. 235.
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