Abschn. 10. Der römische ctitoXóyoç.
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Im oxyrhjnchitisclien Gaue gab es mindestens fünf
Toparchien^: eine dvu)“, kütcu, àíTTiXiiÚTou^ und Xißoq“
TOTtapxia®; die Toparchie zerfiel wieder in fünf pepíòeç: in eine
pedri’, dvm, kutuj, dmiXiiÚTOu^ und Xtßog pepíç. Daß die pepíç
der Unterteil einer Toirapxia ist, zeigt P. Oxy. II 287 (23 n. Chr.):
OÍ criTo\oToô[vTeç xjnv irpòç [. . . ( )] pep(íòa) TÔg Kútuj Tonapx((aç)^.
Wenn nun in P. Oxy. II 385 (um 87 n. Chr.) die sitologi of
the eastern toparchy (Auszug aus der Urkunde von Grenfell und
Hunt) erscheinen, so darf man daraus nicht folgern, daß der Sprengel
dieser (JiioXófoi mit der ganzen Toparchie sich deckte; vielmehr
liegt hier nur eine Ungenauigkeit des Papyrusschreibers vor. Die
Sprengel decken sich oft nicht einmal mit den pepíòeç, sondern
umspannen innerhalb der pepíç gewöhnlich nur ein Dorf, oder ein
Dorf mit den benachbarten Ansiedelungen, oder mehrere kleine
Dörfer wie eine Vergleichung der folgenden Belegstellen zeigt:
P. Oxy. II 276 (77 n. Chr.): ctitoXótoiç òripocríou 0r|craupoO
KiÍJ|Liriç AeppeiOüùv Tpç ’Äviu TO-rrapxíaç. Hier steht das Dorf voran,
die Toparchie folgt als nähere Bezeichnung für die Lage des
Dorfes. Dieser letztere Umstand macht das Beispiel selir wichtig
für die Untersuchung.
P. Oxy. HI 620 (147 n. Chr.): sitologi’’Avuj TOTtapxíaç Zkoü(?)
TÓTTUJV.
P. Oxy. III 613 (um 155 n. Chr.): òi(à) criToX(ÓTUJv) ’'Avin xo-
Trapx(íaç) Movip(ou) xÓTr(ujv).
P. Lips. I 114 (133 n. Chr.): crixoX(ÓYOiç) Aiß(0g) xoTT(apxíaç)
ZÚpUJV KlÚpTl(ç) XÓTr(lJUV).
‘ Die Lesung in P. Lips. 1116, 10 (aus dem Oxyrhynchites) : aiToX(ÓYw)
C Towapxííaç) hat Wilcken, Archiv IV S. 486, in criTo\(ÓYiu) ZiYK(6q)â) TÓTr(ujv)
verbessert. >
* P. Oxy. I 88; IHÕ16; 595.
3 P. Oxy, II 276 ; III 613 ; 614 usw.
< P. Oxy. II 384 ; 385.
» P. Oxy. III 518.
® Eine sechste Toirapxía wäre die wiederholt erwähnte Opoiuecptb
TOTtapxia (P. Oxy. I 62, 8 ; II 352; lY 721, 11), falls dieselbe nicht identisch
ist mit einer der obigen fünf.
» P. Oxy. n 384.
» P. Oxy. n 383.
® vgl. auch P. Oxy. II 383.
P. Oxy. II383 (27 n. Chr.): two sitologi xtvújv Kuupûv in the eastern
liiepîç of the upper toparchy.
Preisigke, Girowesen im griech. Ägypten.