Full text : Soziale Reformen

Wohnungsfrage.

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auch eine Wohnungskasse (Realitätensparkasse) damit
verbunden werden.
Ein Staat wie Deutschland, hätte -— nach meiner
Anregung — eine Minimal-Jahreseinhebung für Kranken-,
Versorgungs- und Unfallskassen von zirka 300 Millionen
Mark.
Der Zinsenüberschuß von dieser Einhebung könnte
durch den ‘Bau praktischer und billiger Wohnungen
Verwendung finden.
Die Versorgungskasse könnte eine Wohnungs- und
Realitätensparkasse (wie schon erwähnt) mitführen und
Spareinlagen nach einem bestimmten System übernehmen;
z. B. Einzahlungen für Häuserankäufe, Mietgelder, auch
solche Zahlungen und Zuschüsse, die der Staat, das
Land, der Arbeitsgeber, die Privatwohltätigkeit leisten,
eventuell auch ein kleiner Betrag von der Erbsteuer.
Die Wohnungsanlagen sollten mit allem modernen
Komfort ausgestattet sein, wie z. B. Zentralheizung,
elektrische Beleuchtung, Briefrohrpostanlage für jede
Wohnung, Wasserleitung, besonders eine Zentralküche,
welche für wenig Entgelt nötige Speisen abgibt — da
oft Mann und Frau in Arbeit gehen müssen — Zentralspielplatz
 für Kinder mit nötiger Aufsicht, Gärten oder
entsprechende Parkanlagen, die den Hausbewohnern
zugeteilt werden und von diesen in Ordnung zu
halten sind.
Die Welt wird täglich schöner und es ist
unsere Sache, uns besser darin einzurichten.
Die ganze Welt erörtert diese Wohnungsfrage mit
Interesse, der Verein für Sozialpolitik in Deutschland
ließ im Jahre 1901 ein Werk in 3 Bänden unter dem
Titel »Neue Untersuchungen über die Wohnungsfrage
in Deutschland und im Ausland« erscheinen. (Erhältlich
für 31 Mk. 20 Pf.)
Ich lasse hier wieder einige Auszüge aus dem
Zentralblatt für »Soziale Praxis« folgen.
Das Vorgehen Preußens in der Wohnungsfrage
und seine Aussichten. Im Herrenhause wurde der Entwurf
eines Gesetzes, betreffend die Umlegung von Grundstücken in
            
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