Full text : Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

Die  Ausgabe  der  Strickarbeit  ift  jet?t  im  Haufe  Brucherftr.  8  zentralifiert.
Die  Höchftzahl  der  gleichzeitig  befchäftigten  Stricherinnen  betrug  5900.
Geftrickt  wurden  bis  zum  31.  Mai  1917  1003  202  Paar  Strümpfe,  4705  Paar
Armftauchen,  300  Kniewärmer,  690  Bruft  und  Rüchenfchüßer.
Näh-Arbeften.
Für  die  Anfertigung  von  Näharbeiten  waren  urfprünglich  Räumlichkeiten ­
  in  der  Textilfchule,  in  der  Handwerker-  und  Kunftgewerbefchule,
fowie  in  freundlich|t
von  den  Firmen  Bartels,
Dierichs  &  Co.  G.m.b.
H.  und  H.  A.  Schmiß
zur  Verfügung  geftellten
  Fabribräumen
eingerichtet.  Später
erfolgte  die  Zentral!-fation
  in  dem  zu  dem
Zwecke  angemieteten
vierftöckigen  Fabrikgebäude ­
  Schillerftr.  10,
wohin  audi  die  anfänglich ­
  in  der  Turnhalle ­
  des  Gymna-|iums
  untergebrachte
Schulentlaffene  Mädchen  und  in  der  Näherei  noch  ungeübte  Frauen
können  in  dem  Tagesheim  der  Wohlfahrtzentrale  Carnaper|tr.  73  angelernt
werden.  Anfänglich  waren  gegen  100  Nähmafchinen  aus  der  Bürgerfchaft
leihweife  zur  Verfügung  geftellt;  bei  der  langen  Dauer  des  Krieges  macht
(ich  aber  mehr  und  mehr  deren  Rückgabe  und  eine  entfprechende  Anfchajfung
  neuer  Mafchinen,  mechanifcher  Schneidapparate  ufw.  erforderlich.
Befchäftigt  werden  durch  die  Wohlfahrtzentrale  rund  950  Näherinnen.
Während  des  erften  Kriegsjahres  hatte  die  Wohlfahrtzentrale  fa|t
fämtliche  Näharbeiten  einfchließlich  Material  zu  liefern.  Die  Einkäufe  der
Stoffe  wurden,  foweit  als  möglich,  durch  Barmer  Gefchäfte  getätigt,  fofern
es  (ich  aber  um  fehr  große  Quantitäten  handelte,  welche  angefichts  der
immer  größeren  Materialknappheit  nur  noch  mit  außerordentlichen  Schwierigkeiten
  überhaupt  aufzutreiben  waren,  erfolgte  der  Einkauf  durch  Fachleute,
welche  die  betreffenden  Induftriegebiete  als  ehrenamtliche  Mitarbeiter  der

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