Wohlfahrtzentrale bereiften. Seit der Befchlagnahmung und Verteilung der
Gewebe durch die Heeresverwaltung werden der Wohlfahrtzentrale ausfchliefflich
die Stoffe, meift fogar zugefchnitten, zur Verarbeitung im Lohn
überwiefen. Um |ich nach Möglichkeit auch Aufträge der Groffinduftrie
auf Arbeits- und Gefangenenanzüge zu fidiern, hatte die Wohlfahrtzentrale
verfuchsweife in befchränktem Umfange einen Poffen belegfcheinfreier Stoffe
aus dem Auslande eingedeckt, während Bemühungen, zeitweilig auch
Eine NähRube.
Beute ffoffe für die Anfertigung von Arbeitskleidern überwiefen zu erhalten,
erfolglos blieben.
Durch kriegsminifterielle Verfügung vom 14. September 1916 werden
Ileeresnäharbeiten, um diefelben zu (trecken und zu verteilen, ausfchliefflidi
nur noch durch die Kriegs-Bekleidungsämter ausgegeben.
Zur Feftftellung des Arbeitsbedarfs i|t bei dem (tellvertretenden Generalkommando
ein Bezirksausfchuf? für Heeres-Näharbeiten gefchaffen, welchem
auch der Vorfiffende der Wohlfahrtzentrale angehört. Für die Arbeitsfeffffellung
und -Verteilung im Bereiche der Stadt Barmen i|t ein
„ Ortsausfcßuß füv Heeresnäfiarbeiten“
berufen und als Hauptverteilungsffelle die Wohlfahrtzentrale zugeiaffen
worden. Als Unterverteilungsftellen beftehen die Genoffenfchaftliche
Lieferungsvereinigung in der Barmer Schneiderinnung und der Verband
der Arbeitgeber für das Schneidergewerbe.