Full text : Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

In  den  Grundfäf>en,  nach  welchen  feither  die  Verteilung  der  Heeresnäharbeiten ­
  erfolgt,  werden  3  Gruppen  unterfchieden:
1.  Gelernte  Berufsarbeiter  aus  dem  Schneidergewerbe  und  verwandten
Berufen,
2.  Frauen  und  Mädchen,  die  auf  Befchäftigung  mit  Heeresnäharbeiten
als  einzige  Einnahmequelle  angewiefen  find,
3.  Frauen  und  Mädchen,  die  nur  mit  Hülfe  von  Heeresnäharbeiten  ihren
befdieidenen  Lebensunterhalt  verdienen  können.

Eine  Ablieferungsflelle  fiir  Näherinnen.
Allmonatlich  wird  dem  Bezirksausfdiuf?  in  Münfter  ein  Arbeitsbedarfsregifter,
  enthaltend  die  in  Betracht  kommenden  Arbeits|tunden,  eingereidit.
Heeresnäharbeiten  erhalten  nur  foldie  Perfonen,  deren  Ärbeitsbedürftigkeit
auf  Grund  vorheriger  Prüfung  der  Verhältni|Je  fe|tge|tellt  ift,  gegen  Ausweis ­
  durdi  ein  Arbeitsbuch,  in  welchem  Empfang  und  Rücklieferung  der
Heeresnäharbeit  eingetragen  i|t.  Ueber  die  Perfonalien  der  Näherinnen
wird  feitens  der  Wohlfahrtzentrale  durch  Aufnahmebogen  und  Kartothek
überfichtlich  Buch  geführt.  Bis  31.  Mai  1917  wurden  angefertigt:
71406  Unterhofen,  298564  Hemden,  10744  Bruftbeutel,  4408  Unterjacken, ­
  1000  Leibbinden,  48247  Leibftrohfäcke,  56415  Kopfpolftermatratjen,
17544  Deckenbezüge,  42464  Kopf  pol  fterbezüge,  73032  Bettlaken,  67385

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