Full text: Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

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Ernährungsfürsorge. 
b) Auf sozialem Gebiete. 
Eine Verforgung aus Noi geboren, 
Aber die Not überwindend. 
(Hoffmeiller.) 
Enstehung, Leistungsfähigkeit und Inanspruchnahme 
der Kriegsküchen. 
chon vor Beginn des Krieges wurde durch den Barmer 
Volksküchenverein in der Heydterftraße eine Volksküche 
unterhalten, in welcher namentlich Unbemittelte und Arbeiter, 
die in der Mittagspaufe ihre Wohnung nidit erreichen konnten, 
gutes Mittageffen für 15, 20 oder 25 Pfg. einnahmen. Die 
Einrichtung hatte in der Hauptfache Wohltätigkeitscharakter. 
Alsbald nach Kriegsausbruch ergab (ich jedodi das Bedürfnis, fowohl 
für die zahlreichen Kriegerfamilien, welche damals eine verhältnismäßig 
niedrige Kriegsunterftüßung erhielten, als auch für die vielen Arbeitslofen 
größere Stadtküchen zu fdiaffen. Immerhin war die Benutzung derfelben 
auf den Bedürftigen-Kreis, wie er durch eine zu dem Zweck angelegte 
Kartothek überwacht wurde, befchränkt. Im Jahre 1916 erhielten von den 
Küchenbefuchern 10% Armenunter ftüßung, 5% Arbeitslofenunterftüßung, 
50% Kriegsunterftü^ung, 10% Alters- und Invalidenrente. Bei 25% lag 
ungenügendes Einkommen, oder Ungunft der Verhältniffe (Krankheit oder 
dergl.) vor.
	        
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