Full text : Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

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nicht  angeben;  jedenfalls  sind  sie  erheblich  niedriger.  Als  Durchschnittssatz ­
  für  Massenfrachten  zu  Tal  glaubt  Metterhausen  etwa
1,0—1,3  Pf.  pro  Tonnenkilometer  annehmen  zu  können.
5.  Wachsen  des  Verkehrs  im  Verhältnis  zu  Hamburg  und
Ganzdeutschland.
Handel  und  Verkehr  eines  Wirtschaftsgebietes,  sei  es  ein
einzelnes  Gemeinwesen,  sei  es  ein  Weltstaat,  können  nur  dann
richtig  beurteilt  werden,  wenn  man  sie  nicht  losgelöst  von  allen
Konkurrenten  betrachtet,  sondern  wenn  man  sie  überall  in  Beziehung ­
  bringt  zu  anderen  Wirtschaftsgebieten  mit  ähnlichen
Lebensbedingungen  und  vergleichbaren  Daten.  Erst  die  Gegenüberstellung ­
  der  so  sich  ergebenden  Zahlenreihen  unter  sorgfältigem ­
  Abwägen  aller  besonderen  Verhältnisse  ergibt  Anhaltspunkte
für  eine  wirklich  objektive  Beurteilung.  Tabelle  4  bringt  daher,
um  einen  solchen  Vergleich  (Tabelle  1)  zu  ermöglichen,  eine  Zusammenstellung ­
  des  Warenverkehrs  des  Deutschen  Reiches  und
Hamburgs,  der  nächsten  und  größten  Rivalin  Bremens.
Ich  habe  mich  auf  die  letzten  zwanzig  Jahre  beschränkt,  da
dieser  Zeitraum  genügend  Material  bietet.  —  Auch  bei  Hamburg
bedeuten  die  Zahlen  die  Werte  des  Gesamthandels,  einschließlich
dessen  mit  Deutschland.  Die  für  das  Deutsche  Reich  gegebenen
Zahlen  stellen  die  Werte  des  Spezialhandels  ohne  Edelmetalle  dar.
Zu  bemerken  ist,  daß  es  eine  Statistik  über  den  Gesamtwert
des  deutschen  Außenhandels  nicht  gibt.  Die  sehr  bedeutenden
Werte,  die  im  Hamburger  Freihafen  erzeugt  werden  und  von  da
zur  Ausfuhr  ins  Zollausland  gelangen,  werden  statistisch  noch
nicht  erfaßt.  Auch  die  eigene  Hamburger  Statistik  hilft  hier
nicht  weiter.  Es  wird  sich  später  noch  Gelegenheit  finden  hierauf ­
  zurückzukommen.  An  dieser  Stelle  genügen  aber  die  vorhandenen ­
  Angaben,  da  es  sich  vorläufig  lediglich  darum  handelt
festzustellen,  ob  Bremens  Handel  den  allgemeinen  Aufschwung
des  Handelsverkehrs  mitgemacht  hat  oder  hinter  ihm  zurückgeblieben ­
  ist.
Ausweislich  der  in  Tabelle  5  gegebenen  Verhältniszahlen
nun  hat  Bremen,  was  den  Wert  der  insgesamt  bewegten  Waren
anbelangt,  in  den  beiden  letzten  Jahrzehnten  eine  Steigerung  aufzuweisen, ­
  die  in  Ein-  wie  Ausfuhr  eine  schärfer  aufwärts  führende
Kurve  aufweist  als  Deutschland  und  selbst  Hamburg.  Während
sich  der  Wert  des  Außenhandels  Deutschlands  seit  1888  nur
etwas  mehr  als  verdoppelte,  der  Gesamt  waren  verkehr  Hamburgs
Gehrke,  Bremens  Warenhandel.  2
            
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