Full text : Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

Jahr

Nord-Amerika


Mittel-Amerika


Süd-Amerika


Afrika

Asien

Australien

Total
Außereuropa ­


1869

43-5

18.0

10.0

25-5

9.0

38.0

34-°

1873

37-o

18.0

12.0

II.O

2.0

25-5

29.5

1878

26.5

n-5

18.5

21.0

5-5

77.0

23.0

1883

29.0

18.5

26.0

12.5

2.0

58.0

25-5

1888

32.0

15.0

23.5

10.0

22.5

57-o

29-5

1893

33-5

17.0

14-5

13-5

31-5

26.5

28.5

1898

21.0

n-5

16.0

10.5

36.0

32.0

22.5

1903

18.5

26.5

21.0

15-5

36-5

34-°

22.0

1908

18.5

38.0

33-o

23-5

41-5

34-5

24-5

1909

25-5

43-5

31. 0

13-5

43-5

25-5

28.0

Wie  aus  der  Tabelle  hervorgeht,  ist  der  Anteil  der  Ausfuhr
am  gesamten  Überseehandel  von  34  °/ 0  i.  J.  1869  auf  2  g 1  j 2 °l 0  i.  J.
1888  und  gar  auf  22%  i.  J.  1903  gesunken,  um  sich  bis  1909  wieder
auf  28%  zu  erhöhen,  M.  a.  W.:  1869  verhielten  sich  Einfuhr ­
  :  Ausfuhr  wie  2 /s  :  Vs>  1 9°3  w *e  Vs  :  Vs»  1 9°8  w ’ e  V4  :  Vi-  Die
relative  Besserung  des  Jahres  1909  dürfte  ausschließlich  dem
Sinken  der  Baumwolleeinfuhr  zuzuschreiben  sein.  Hauptursache
an  diesem  Ergebnis  ist  die  schon  kurz  erwähnte  Stagnation  des
Ausfuhrhandels  nach  den  Vereinigten  Staaten.  Es  ist  schon  gesagt, ­
  daß  zwar  einer  Hebung  die  ungeheure  industrielle  Entwicklung
und  merkantile  Expansionsfähigkeit  und  -notwendigkeit  der  Union
hemmend  entgegentritt,  daß  aber  Bremen  auch  aus  eigener  Schuld
ganz  entschieden  durch  Hamburg  in  den  Hintergrund  gedrängt
worden  ist.  Genauer  soll  im  besonderen  Teile,  bei  Besprechung
der  Handelsbeziehungen  zu  den  einzelnen  Ländern,  darauf  eingegangen ­
  werden.
Von  den  anderen  Erdteilen  weisen  Afrika  und  Australien
einen  kleinen  relativen  Rückgang  der  Ausfuhr  auf,  jedoch  bei
weitem  nicht  in  dem  beunruhigenden  Maße  wie  Nordamerika.  Im
Verkehr  mit  Mittelamerika  einschließlich  Westindien,  Südamerika
und  Asien  ist  ein  prozentual  stärkeres  Wachsen  der  Ausfuhr-  gegenüber ­
  den  Einfuhrwerten  festzustellen.  Besonders  der  letztgenannte
Erdteil  fällt  angenehm  auf.
            
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