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bis 1908 stehen geblieben und hat ihn 1909 sogar wieder unter
schritten. Hamburg dagegen überschritt 1908 bezw. 1907 den
Stand von 1888 um 98 1 / 2 bezw. 152 1 / 2 Millionen Mk.! Beteiligt
waren dabei im letzteren Jahre: Rindshäute mit 37 1 / 2 , Raps und
Rübsaat mit 20, Leinsaat mit io 1 / 2 , Schellack mit q 1 / 4 , Kopra mit 8
und Sesamsamen mit 6 Millionen Mk. Wie mager nehmen sich
dagegen die oben (S. 59) mitgeteilten bremischen Zahlen aus!
Wie bedeutend ließe sich die bremische Einfuhr allein aus Ost
indien noch steigern!
Die Ausfuhr Bremens nach Ostindien hat sich etwas
besser gestaltet. Bremen sowohl wie Hamburg haben sie in den
letzten zwanzig Jahren gleichmäßig, im Verhältnis 1 .'5,45, steigern
können. Zu berücksichtigen ist aber, daß bei kleineren Anfangs
zahlen (Bremen!) weit leichter eine schnellere prozentuale Steigerung
zu erzielen ist als bei großen. Die durchschnittliche jährliche Zu
nahme ist bei Hamburg 31/4, bei Bremen J / 2 Millionen Mk.! Also
sieben Mal mehr! Hamburgs Einwohnerschaft ist aber nicht
sieben Mal größer als diejenige Bremens. Allerdings ist, was
hier erwähnt sein möge, die Zahl der Ein- und Ausfuhrfirmen
verhältnismäßig eine weit größere. Nach Kühn, der Ausfuhr
zwischenhandel im Übersee-Verkehr; Berlin, 1908; S. 8 betrug
die Zahl solcher Firmen in
nur Ausfuhr
Aus-u. Einfuhr
nur Einfuhr
ohne Angabe
zusammen
Hamburg. .
252
636
35
—
923
Bremen. . .
19
38
3
2
62
Demnach beständen in Hamburg fünfzehn Mal mehr solcher Firmen
als in Bremen. Im Durchschnitt wären sie also viel kleiner als
die bremischen. Da versteht man um so weniger, warum die
großen bremischen sich nicht mehr gerührt haben. Zweitens muß
man sich fragen: Hamburgs Einwohnerzahl ist nicht ganz vier
Mal so groß als diejenige Bremens; an Ein- und Ausfuhrfirmen
aber hat es fünfzehn Mal mehr wie Bremen; ist denn Hamburgs
Lage vier Mal besser als diejenige Bremens? (Das müßte
sie sein, wenn in beiden Städten die Firmengründung entsprechend
und verhältnismäßig erfolgt wäre). Die trotz des großen Hinter
landes Hamburgs notwendige Verneinung dieser Frage ist ein
Kompliment für seine Kaufmannschaft. Denn sonst wäre absolut
unverständlich, warum Hamburg sein gewaltiges Übergewicht erst
in den allerletzten Jahrzehnten erlangt haben sollte.
Gehrke, Bremens Warenhandel.
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