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daß es für die Verschiffung ab den älteren Grubenrevieren (Staßfurt
Schönebeck, Thüringen) günstiger liegt. Aber immer mehr ver
schiebt sich der Schwerpunkt der Kaliförderung nach dem Aller
und Weserbecken mit dem Verschiffungshafen Hameln hin. Man
darf deshalb wohl als sicher annehmen, daß die Ausfuhr über
Bremen über kurz oder lang prävalieren wird. Für die Stabilität
des bremischen Speditionshandels ist dies außerordentlich wichtig:
der Flußschiffahrt wird das Rückgrat gestärkt, die für die Korrektion
des Stromlaufes gemachten Aufwendungen verzinsen sich besser,
und es findet eine wünschenswerte — wenngleich in der Haupt
sache nur quantitative — Steigerung der überseeischen Ausfuhr
statt, also eine bessere Ausnutzung der Schiffsräumte.
Die Bedeutung der Kalispedition hat man in Bremen ver
hältnismäßig früh erkannt. Schon 1869 weist die Handelskammer
darauf hin. Trotzdem blieb die Einfuhr aus Preußen nach Lage
der Sache noch lange Jahre nur unbedeutend, 1896 betrug sie
erst 338000 dz. 1903 war sie schon um das Fünffache, auf
1 696000 dz, gestiegen und hat sich seitdem abermals verdoppelt.
Über die in den letzten Jahren nach Bremen gelangten Mengen
gibt die folgende Tabelle Auskunft.
Tabelle XXXI.
Einfuhr Bremens (in dz) von
Jahr
Kainit
Kalidüngesalz
Andere
Abraumsalze
Zusammen
1904
1 273 000
788 000
2 061 OOO
1905
1236 000
469 000
64 OOO
1 769 OOO
1906
1834 000
768 OOO
159 OOO
2 761 OOO
1907
2 115 000
927 OOO
224 OOO
3 266 OOO
1908
1630 000
562 OOO
185 OOO
2 377 OOO
1909
1836 000
693 OOO
341 OOO
2 870 OOO
Der Rückgang des Jahres 1908 ist äußeren Gründen zu
zuschreiben. 1909 brachte schon wieder ein bedeutendes Mehr
(493 000 dz).
Die Einfuhr von Rübenzucker aus Deutschland war in den
einzelnen Jahren starken Schwankungen unterworfen. 1897 betrug
sie 865000 dz, 1908 nur 405000 dz, 1909 gar nur 377000 dz.
Ohne Zweifel wird dies z. T. auf die regere Exporttätigkeit
Hamburgs zurückzuführen sein, auf einen stärkeren dortigen Eigen-
handel in Zucker.
Insgesamt führte Bremen im Jahre 1908 aus Preußen 2i 3 / 4
Millionen dz für z68 1 / 2 Millionen Mk., aus Sachsen 1 / l Million dz
für i32 1 /a Millionen Mk. ein.