Kondurangorinde
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Kopal
sind. Die K. ja Form von Abkochungen und
Extrakt enthält als kennzeichnende Bestandteile
einen, kristallisierbaren, indifferenten Bitterstoff,
das Kol um bin (aus einem Kilo Wurzel bis
zu 4 g), und eine eigentümliche Säure, die Kolumbosäure,
jedoch entgegen den früheren
Angaben kein Berber in.
Kondurangorinde (lat. Cortex condurango,
frz. Ecorce de Condurango, engl. Condurango
bark), ein seit 1871 medizinisch als magenstärkendes
Mittel benutzter Artikel des Drogenhandels,
kommt aus dem nördlichen Teile Südamerikas,
besonders Ekuador, von Gonolobus Cundurango
Triana. Die Rinde bildet etwa 1 dm lange,
meist verbogene, harte, rinnenförmige Stücke
oder 'auch Röhren von bräunlicher bis grauer,
mit bräunlichen Korkschuppen bedeckter Oberfläche
und weißlicher Innenfläche. Der Geruch
ist nur schwach, d er Geschmack bitterlich kratzend.
Die beste Ware kommt von Mataperro
(Mataperrorinde).
Kongokorinth B und G sind zwei Azofarbstoffe,
welche durch Behandlung von diazotiertem
Tolidin bzw. Benzidin mit je einem Molekül
Naphthionsäure und Naphtolsulfosäure entstehen.
Kongorot, ein Teerfarbstoff aus der Gruppe
der Azofarbstoffe, wird durch Vereinigung von
Benzidin und Naphtionsäure erhalten und gibt
mit Wasser und Alkohol rote Lösungen, die durch
Zusatz von Säuren blau werden. Baumwolle, in
der wäßrigen Lösung mit oder ohne geringen
Seifenzusatz gekocht, färbt sich waschecht rot.
Koniferin (lat.Conif erinum), eine zur Gruppe
der Glykoside gehörige chemische Verbindung,
wird aus dem Kambialsafte der Nadelbäume
gewonnen, indem man diesen zur Gerinnung der
Eiweißstoffe kocht und das Filtrat eindarapft.
Die durch Umkristallisieren und Behandlung mit
Tierkohle rein weiß erhaltene Masse wird durch
Oxydationsmittel in Vanillin übergeführt.
Koniin (Coniin, Cicutin, lat. Coniinum, frz.
Coniine, engl. Coniin), das sehr giftige Alkaloid
des Schierlings (s. d.), gehört zu den sauerstofffreien
organischen Basen, C 8 H 17 N, und wird
hauptsächlich aus den Früchten des Schierlings
gewonnen. Es ist eine ölige, farblose Flüssigkeit
von starkem, unangenehmem Geruch, die schon
bei gewöhnlicher Temperatur verdampft. Das
spez, Gew. beträgt 0,850—0,860. K. wird zuweilen
medizinisch verwandt ,und muß in möglichst
voll gefüllten Gläsern im Dunkeln aufbewahrt
werden, da es durch Licht und Luft
leicht verändert und braun wird,
Konserven nennt man durch Trocknen, Erhitzung
oder Zusatz keimtötender Stoffe haltbar
gemachte Nahrungsmittel. Sie finden sich zum
Teil unter Fleisch-, Fisch- und Gemüsekonserven,
Dörrobst und Dörrgemüse näher besprochen.
Die zu ihrer Aufbewahrung dienenden Behälter,
Konservenbüchsen, müssen den Vorschriften
des Gesetzes betr. den Verkehr mit blei- und
zinkhaltigen Gegenständen vom 25. Juni 1887 entsprechen,
d. h. sie dürfen nicht: I. ganz oder
teilweise aus Blei oder einer in 100 Gewichtsteilen
mehr als 10 Gewichtsteile Blei enthaltenden
Metallegierung hergestellt, 2. an der Innenseite
mit einer in 100 Gewichtsteilen mehr als
1 Gewichtsteil Blei enthaltenden Metallegierung
verzinnt oder mit einer in 100 Gewichtsteilen
mehr als 10 Gewichtsteile Blei enthaltenden
Metallegierung gelötet, 3. mit Email, oder Glasur
versehen sein, welche bei halbstündigem Kochen
mit 40/oiger Essigsäure Blei an letztere abgeben.
Kontrajervawurzel (lat. Radix contrajervae,
frz.Racine de contrajerve, engl.Contrajerva root),
die Wurzel der in Südamerika einheimischen
Dorstenia Contrajerva, ist knotig, runzelig,
bräunlichrot, schmeckt scharf und bitter und besitzt
einen schwachen, gewürzhaften Geruch.
Konydrin (Konhydrin), eine neben dem Koniin
im Schierling enthaltene organische Base,
bildet farblose blättrige Kristalle, die bei 120 0
schmelzen.
Kopaivabalsam (lat. Baisamum copaivae, frz.
Baume de copahu, engl. Balsam of copaiva)
stammt von verschiedenen Arten der Gattung
Kopaifera, hauptsächlich C. officinalis, C.
coriacea und C. guyanensis, die ihre Heimat
in Südamerika und Westindien haben. Die
südamerikanischen Sorten sind die besseren
und allein zu medizinischen Zwecken, d. h. hauptsächlich
für Geschlechtskrankheiten, verwendbar,
während der westindische K., eine dicke,
trübe, terpentinartig riechende Flüssigkeit, nur
zu technischen Zwecken, namentlich in der Lack- ■
herstellung und Porzellanmalerei, benutzt werden
kann. Guter K. muß vollkommen klar, hellgelb
bis goldgelb und ziemlich dickflüssig sein
und einen eigentümlichen aromatischen Geruch
und kratzend bitteren Geschmack haben. Als besondere
Sorten der südamerikanischen Ware
sind Para- oder Maranhaobalsam, Marakaibo-
oder Venezuelabalsam und als Unterart
des letzteren Angosturabalsam zu erwähnen.
Die Parasorte ist etwas heller gelb und
dünnflüssiger als die Marakaibosorte., K. unterliegt
zahlreichen Verfälschungen, namentlich mit
fetten Ölen, Harzen, Terpentin und Gurjunbalsam.
Reiner Balsam soll, auf Glas aufgestrichen,
hart auftrocknen, während bei Gegenwart von Öl
die Masse klebrig bleibt. Gurjunbalsam erkennt
man durch Schütteln mit der vierfachen Menge
Benzol, wobei reiner K. eine klare Lösung liefert,
während G.-B. diese trübe erscheinen läßt.
Das D. A. B. schreibt ein spez. Gew. von 0,980
bis 0,990 vor und fordert eine klare Lösung in
Chloroform, Petroleumbenzin, Amylalkohol und
absolutem Alkohol, allenfalls mit einem opalisierenden
Scheine. K. enthält als wesentliche
Bestandteile eine harzartige Säure, die Kopaivasäure,
und ein ätherisches öl. Die erstere, ein
schneeweißes, kristallinisches Pulver, wird gewöhnlich
aus dem Gurjunbalsam gewonnen,
der davon mehr enthält als der K. — Das
Kopaiva öl (lat. Oleum balsami copaivae,
frz. Essence de bäume de copahu, engl. Oil of
copaiba), durch Destillation des K. mit Wasserdampf
gewonnen, wird häufig zur Verfälschung
anderer ätherischer öle benutzt.
Kopal (Copal, frz. und engl. Copal) ist der
Gesamtname einer Gruppe von Harzen, die in
äußerem Aussehen und Farbe, in Härte und
in ihrem Verhalten zu Lösungsmitteln manche
Unterschiede zeigen. Hinsichtlich der Abstammung
herrscht noch Unsicherheit, jedoch , ist gewiß,
daß der K. nur zu einem Teil, und zwar in
geringerer Güte, von lebenden Bäumen gesam