Full text : Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Makronen

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Maltonweine

kend  und  wird  außerdem  durch  Salzen  und  Räuchern ­
  konserviert.
Makronen  nennt  man  ein  scheibenförmiges
oder  flach  halbkugelförmiges  Gebäck,  welches
aus  süßen  und  bitteren  Mandeln,  Eiweiß  und
Zucker  bereitet  wird  und  gewöhnlich  auch  noch
Gewürze  als  Zutat  erhält.  —  Die  in  den  Handel
gebrachten  Kaisermakronen  sind  aus  Kokoskernen ­
  statt  aus  Mandeln  hergestellt  worden
und  dürfen  nicht  als  M.  schlechthin  bezeichnet
werden.
Malabartalg  (Vateriafett,  Pineytalg)  wird
durch  Auskochen  der  gerösteten  und  gemahlenen
Samen  von  Vateria  indica  {Butterbohne)
mit  Wasser  erhalten.  Es  ist  ein  frisch  grünlichgelbes, ­
  geschmack-  und  geruchloses  Fett  von
talgähnlicher  Konsistenz  und  wird  sowohl  zu
Speisezwecken  als  auch  zur  Kerzenfabrikation
verwandt.
Malachit  (Atlaserz,  frz.  und  engl,  Malachite),
ein  grünes  Kupfererz,  welches  g  eich  der  blauen
Kupferlasur  ein  kohlensaures  Kupferoxydhydrat
i^t,  nur  einen  höheren  Kupferoxydgehalt  von
7'i,t9°/o  neben  19,94%  Kohlensäure  und  8,16%
Wasser  aufweist,  findet  sich  in  Form  schöner
Kristalle  sowie  blättriger,  fasriger,  dichter  und
erdiger  Massen  an  den  meisten  Kupfererzlagerstätten, ­
  besonders  in  Thüringen,  Kärnten,'  Cornwall, ­
  Ungarn  und  im  Ural.  Alle  Vorkommnisse
sind  gute,  leicht  zu  verhüttende  Kupfererze,  doch
werden  die  besonders  schön  gefärbten,  faserigen
Stücke,  welche  infolge  ihrer  Zusammensetzung
aus  feinen  Kristallnadeln  seidenartigen  Glanz
zeigen,  meist  zu  Gebrauchsgegenständen  und
Schmucksachen  verarbeitet.  Der  Malachit  besitzt ­
  eine  geringe  Härte  (3,5),  zeichnet  sich  aber
durch  seine  schöne  Färbung,  seinen  Glanz  und
seine  Politurfähigkeit  aus.  Die  größten  und
schönsten  Stücke  finden  sich  im  Ural,  besonders
in  den  fürstlich  Demidoffschen  Besitzungen  und
werden  zur  Herstellung  von  Tischplatten,  Säulen,
Vasen,  Leuchtern  und  Bauornamenten  benutzt.
Kleinere  Stücke,  die  zu  Dosen,  Ringsteinen  und
Broschen  verarbeitet  werden  können,  kommen
auch  in  Tirol  und  anderen  Orten  vor.  Man  sortiert ­
  die  Ware  nach  der  Farbe  in  foncde,  ordina-ire,
  claire  und  pale  und  schätzt  die  dunklere
am  geringsten.
Malachitgrün,  ein  seit  1878  bekannter  Teerfarbstoff ­
  der  Triphenylmethanreihe  (Tetramethyldiaminotriphenylkarbinol),
  kommt  in  vielen ­
  verschiedenen  Farbtönen  von  bläulichgrün
bis  gelblichgrün  in  den  Handel,  je  nachdem  die,
in  dem  Farbstoff  enthaltene  Base  als  Oxalat,  als
Pikrat  oder  als  Eisenchlorid-  oder  Zinkchloriddoppelsalz ­
  vorhanden  ist.  Die  verschiedenen
Handelsbezeichnungen:  Bittermandelölgrün,
Viktoriagrün,  Neugrün,  Solidgrün,  Echtgrün, ­
  Benzalgrün,  Benzoylgrün,  Kristallgrün, ­
  Vert  Diamant,  beziehen  sich  zum  Teil
auf  dieselbe  Farbe.  Die  Darstellung  erfolgt
durch  Einwirkung  von  Benzaldehyd  auf  Dimethylanilin ­
  und  Oxydation  des  hierbei  entstehenden ­
  Tetramethyldiamidotriphenylmethans  mit
Bleisuperoxyd  in  salzsaurer  Lösung,  worauf  man
das  Oxalat  in  Form  grüner,  metallisch  glänzender ­
  Blättchen,  das  Chlorzinksalz,  in  messinggelben ­
  prismatischen  Kristallen  erhält.  Alle  diese
Farben  sind,  mit  ,  Ausnahme  des  Pikrats,  in

Wasser  löslich,  das  Pikrat  ist  aber  in  Alkohol
löslich  und  wird  unter  dem  besonderen  Namen
M.  spritlöslich  verkauft.  Das  M.  findet  ausgedehnte ­
  Anwendung  in  der  Färberei  und  färbt
Seide,  Wolle,  Jute  und  Leder  direkt,  Baumwolle
nach  vorhergegangenem  Beizen  mit  Tannin  und
Brechweinstein  grün.  Die  Farben  sind  ziemlich
echt  gegen  Seifen  und  Säuren.  Auch  zum  Färben ­
  von  Affichenpapier  und  zur  Herstellung  von
Buntpapieren  kann  M.  benutzt  werden.
Malaga,  ein  zu  den  eigentlichen  Süßweinen
mit  mehr  als  18  %  Zucker  gehörender  Dessertwein, ­
  stammt  aus  der  spanischen  Provinz  Malaga
und  wird  meist  als  Weißwein  aus  der  Pedro-Ximenez-Traube
  nach  den  verschiedensten
Verfahren  hergestellt.  Die  Grundlage  der  meisten ­
  Erzeugnisse  bildet  der  Vino  maestro,
ein  im  -Zustande  beginnender  Gärung  durch  Zusatz ­
  von  15%  Alkohol  stumm  gemachter  Most
und  der  Vino  Tierno,  der  durch  Auspressen
von  Trockenbeeren  mit  t/s  Wasser  gewonnen
wird.  Sie  erhalten  meist  Zusätze  von  Aropa,
d.  i.  in  flachen  Pfannen  auf  Vs  seines  Volums
eingekochter  süßer  Most,  oder  von  Color,  der
noch  weiter  zur  Sirupsdicke  eingedampften  Aropa.
Beide  sollen  außerdem  vielfach  mit  Auszügen
von  Feigen,  Johannisbrot  und  Zuckersirup  vermischt ­
  werden.  Durch  entsprechende  Vereinigung ­
  der  genannten  Stoffe  entstehen  die  verschiedenen ­
  Malagaweine,  von  denen  zu  uns  die
dunkelbraun  gefärbten,  viel  Color  enthaltenden,
Sorten  gelangen.  Als  mittlere  Zusammensetzung
gibt  König  an:  12,6g  Alkohol,  22,09g  Extrakt,
,18,32  g  Zucker,  0,51g  Gesamtsäure,  0,55  g  Glyzerin ­
  und  0,42  g  Mineralstoffe,  jedoch  schwankt
die  Zusammensetzung  sehr,  und  neben  dem
zuckerreichen  Dulce  delcolor  gibt  es  sehr
herbe,  als  Vino  seco  bezeichnete  Sorten.  Die
aus  den  höher  gelegenen  Gegenden  stammenden
Mountains  Weine  gehen  meist  nach  England.
Rote  M.  sind  ziemlich  selten  und  meist  als
Alikante  anzusprechen.
Malamborinde  (lat.  Cortex  Malambo,  frz.
Ecorce  de  malambo,  engl.  Malambo  bärk),  die
Rinde  von  Croton  Malambo,  einer  baumartigen ­
  Euphorbiazee  Venezuelas  und  Neu-Gra
nadas,  besteht  aus  rinnenförmigen  Stücken,  die
mit  einem  leicht  ablösbaren,  weißgelbllchen  Kork
bedeckt  sind.  Darunter  liegt  eine  gelbbraune
Mittelrinde,  während  die  Innenfläche  glatt  und
blaß  zimtfarben,  der  Bruch  körnig,  faserig  erscheint. ­
  Geruch  ünd  Geschmack  erinnern  an
Mazis.  Die  Rinde  wird  in  Südamerika  als
Fiebermittel  medizinisch  verwandt.
Malariapastillen  enthalten  1  g  salzsaures  Chinin ­
  und  0,002  g  arsensaures  Natrium.
Malarin,  ein  schwach  nach  Jasmin  riechendes
hellgelbes  Kristallpulver  vom  Schmelzpunkt  88°,
wird  durch  Erhitzen  gleicher  Teile  Azetophenon
und  Paraphenetidin  dargestellt  und  ist  daher  als
Azetophenonphenetidid,  C 6 H 5  .  C(CH ;i ):  N  .
C 6 H 4 OC 2 H s ,  anzusprechen.  Die  in  Wasser  unlösliche, ­
  in  Alkohol  und  Äther  lösliche  Verbindung ­
  wird  neuerdings  als  Fiebermittel  empfohlen.
Maltonweine  nennt  man  eine  Reihe  weinähnlieber,
  Getränke,  welche  nach  einem  von  Dr.
Sauer  in  Hamburg  erfundenen  Verfahren  aus
Malzwürze  hergestellt  werden.  Die  letztere  wird
zunächst  durch  Zusatz  von.  Milchsäurebazillen
            
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