Nitrophosphate
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Nüsse
wird durch Behandlung vonNaphthalin mit einer
Mischung von Salpetersäure und Schwefelsäure
gewonnen und bildet gelbe prismatische Kristalle,
die unlöslich in Wasser, aber in Alkohol, Äther
und Schwefelkohlenstoff leicht löslich sind. Das
N. schmilzt bei 6i°, der Siedepunkt liegt bei
304 0 C.
Nitrophosphate, die aus Knochenmehl, Guano
oder; Phosphorit mit Salpetersäure (anstatt der
Schwefelsäure) bereiteten Superphosphate, kommen
nur selten im Handel vor, weil sie, obgleich
als Düngemittel sehr wirksam, zu teuer
sind und an der Luft rasch feucht werden.
Nitroprussidnatrium (Nitroferridzyannatrium,
lat. Natrium nitroprussicum, frz.
Nitroprussiate de soude, engl. Nitroprussiate of
soda), das empfindlichste Reagens auf in Wasser
lösliche Sulfide, wird dargestellt, indem man
gelbes Blutlaugensalz mit verdünnter Salpetersäure
unter Erwärmen mischt und die saure
Flüssigkeit mit kohlensaurem Natrium sättigt,
filtriert und zur Kristallisation verdampft. Beim
Umkristallisieren aus Alkohol wird das Salz in
rubinroten Kristallen erhalten, die dem roten
Blutlaugensalz ähnlich sind. Alkalisulfidlösungen
färben sich auf Zusatz des Reagens sofort
purpurrot bis blau, während mit Schwefelwasserstoff
keine Färbung entsteht. Aus dem
N. wird durch Fällung mit Kupfervitriol das
Nitroprussidkupf er (lat. Cuprum nitroprussicum)
erhalten, ein nach dem Trocknen graugrünes
Pulver, das zur Prüfung ätherischer Öle
auf Fälschung mit Terpentinöl oder anderen
sauerstofffreien Ölen dient. Beim Erhitzen in
sauerstoffhaltigen Ölen färbt sich das Pulver
schwarz oder schwarzgrau, und das Öl nimmt
andere, dunklere Färbung an, während mit Terpentinöl
oder anderen sauerstofffreien Ölen keine
Veränderung eintritt.
Nitrosophenolfarbstof f e (C h i n o n o x i rn f a r b -
Stoffe) enthalten die Atomgruppe NO . OH
und entstehen durch, Einwirkung von salpetriger
Säure auf Phenole wie Resorzin, Naphtol
u. a. Die sauren, meist grünen Farbstoffe
der Gruppe dienen zur Beizenfärbung und
geben mit Eisenhydroxyd grüne, mit Chromhydroxyd
braune Lacke von hoher Licht- und
Waschechtheit, Als wichtigste Glieder der Reihe
seien angeführt: Solidgrün (Dinitroresorzin),
Naphtholgrün B (Eisensalz des nitrosonaphtolsulfosauren
Natriums), Gambin R u. V oder
Elsässergrün J (Nitrosonaphtol), Dioxin
(Nitrosodioxynaphtalin).
Nitrotoluol, ein für die Teertarbenfabrikation
unentbehrliches chemisches Präparat, C7H7NO2,
bildet drei isomere Modifikationen, Ortho-,
Meta- und Paranitrotoluol. — Ersteres ist
eine gelbe P'lüssigkeit von bittermandelölähnlichem
Geruch, einem spez. Gew. von 1,163 und
dem Siedepunkt 218,5 0 C. ln der Kälte wird
nicht fest. — Das Metanitrotoluol erstarrt in
der Kälte, schmilzt dann wieder bei 16° C und
siedet bei 230,5° C. — Das Paranitrotoluol bildet
bei gewöhnlicher Temperatur weiße glänzende
Kristalle, die einen mehr an Anis als an
Bittermandelöl erinnernden Geruch besitzen. Sie
schmelzen bei 54° und sieden bei 237 0 C. —
Außerdem gibt es noch mehrere Binitrotoluole
oder Dinitrotoluole und Trinitrotoluole.
Nitrum (lat.) bedeutet Salpeter, N. cubicum
Chilesalpeter, N. flammans salpetersaures
Ammoniak, N. prismaticum gewöhnlicher Salpeter,
N. tabulatum geschmolzener Salpeter in
Plätzchenform.
Nörzfelle (Minks). Der Nörz oder Nerz,
die sog. Sumpfotter (Mustela lutreola), ein
dem Marder ähnliches Raubtier, lebt im nördlichen
Europa, Asien und Amerika und kommt
auch in Norddeutschland vereinzelt vor. Das
etwa 50, mit dem Schwänze 64 cm lange Tier
hat ein glänzend kastanienbraunes Oberhaar,
das nicht so lang als beim Zobel wird, und
darunter einen graubraunen Flaum. Kehle und
Brust sind bei dem russischen und asiatischen
N. fast immer weiß, während die amerikanischen
nur an der Lippe weiße Auszeichnung
besitzen. Nörz ist ein beliebtes Pelzwerk, welches
im allgemeinen zwischen Zobel und Edelmarder
eingereiht wird. Die Handelsware
stammt aus Rußland und Nordamerika, wo
besonders die Ostküste, Neuengland und Maine
die feinsten und dunkelsten Felle liefern.
Nopalin, ein schöner roter Farbstoff für Seide
und Wolle, besteht aus einer Mischung von
Binitronaphthol mit Bibromnitrofluoreszein.
Nosophen (Jodophen), ein als Jodoformersatz
empfohlenes Antiseptikum, entsteht bei
der Behandlung von alkalischer Phenolphtaleinlösung
mit Jodjodkalium als ein gelbes geruchund
geschmackloses Pulver, das in Wasser und
Säuren unlöslich ist, von Äther und Chloroform
aber leicht aufgenommen wird. N. ist in chemischer
Hinsicht Tetrajodphenolphtalein.
Novaspirin wird durch Einwirkung von Phos^-phorpentachlorid
auf Anhydromethylenzitronensäure
und nachfolgende Veresterung des Reaktionsproduktes
mit Salizylsäure dargestellt und
ist demnach der Disalizylsäureester der Anhydromethylenzitronensäure.
Das in Wasser gar
nicht, in Alkohol und Äther leicht lösliche weiße
Pulver vom Schmelzpunkt 151° wird anstatt des
Aspirins angewandt, dessen unangenehme Nebenwirkungen
ihm fehlen.
Novokain ist ein färb- und geruchloses Kristallpulver,
das sich in Wasser und Alkohol lölt
und für sich oder mit Suprarenin als wenig
giftiger Kokainersatz für lokale Anästhesie benutzt
wird. N. ist das salzsaure Salz des
Paraamidodiäthylaminoäthanols.
Nüsse (lat. Nuces, frz. Noix, engl. Nuts).
Unter, dem Namen Nüsse ohne nähere Bezeichnung
begreift man im Handel gewöhnlich
nur die Walnüsse oder welschen
Nüsse und die Has-elnüsse. — Der stattliche
Walnußbaum (Juglans regia) stammt aus
Persien, wanderte schon im Altertum nach dem
Westen aus und wird gegenwärtig im südlichen
und mittleren Europa häufig angebaut.
Die Römer nannten die Nuß Juglans, Jupiters
Eichel. In Deutschland finden sich die Nußbäume
in den nördlichen Gegenden nur vereinzelt
und bringen auch nicht immer reife
Früchte hervor, hingegen sind sie angepflanzt
im Süden und Südwesten, in den Rheingegenden,
in Franken, Mähren, Tirol, der Schweiz,
| m vielen Departements von Frankreich und