Object: Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

6* 
83 
Aehnlich zeigen sich auch bei Bajorki und Kogutówka strzolkaartige 
Sandsteine in der Verlängerung des Ropianka-Zuges von Helm. 
Es unterliegt keinem Zweifel, daß wir es hier mit demselben Auf 
bruche zu thun haben, der sich im W. davon in Siolkowa zeigt, doch sind 
die beiden Vorkommnisse ganz deutlich durch eocene Sandsteine in der 
Gegend von Grybow von einander getrennt und zwar in der Art und 
Weise, wie es auf der Karte dargestellt wurde. 
Dieser letztere Zug zieht sich von Siolkowa über Stara mies, Kruá- 
lowa, Posadowa bis auf das nachbarliche Terrain der Gegend von Mogilno. 
Er ist an vielen Punkten reich an Oelvorkommnissen und zeigt überall in 
seinem Hangenden die rothen Thone, die stellenweise (so z. B. bei Kruö- 
lowa) nummulitenführende Sandsteine enthalten. - 
In der Gegend von Biesna haben wir einen kleinen Ropianka-Zug, 
der nichts anderes ist, als die Fortsetzung des Zuges von Siary und Ro- 
pica polska. 
Im L>. zieht sich parallel mit den Ropianka-Aufbrüchen der Grybower 
Menilit-Zug, der hier jedoch nur einen verhältnißmäßig kleinen Durch 
messer aufweist. 
Da die Gesteine am Gipfel des Rosohatka-Rückens auf den Menilit- 
Schiesern liegen, so haben wir dieselben als „jüngste Karpathensandsteine" 
ausgeschieden. Aehnlich haben wir auch die Masse des Jeleü- und des 
McĢana-Berges derselben Stufe zugezählt. 
Ein anderer Menilit-Schieferzug beginnt in der Nähe von Anižloma 
nižìtsl, entwickelt sich stark bei Swchgocin und übergeht dann weiter gegen 
W. auf das Gebiet der nächstfolgenden Karte. 
Der am meisten gegen N. vorgeschobene Zug von Menilit-Schiefern 
und der letzte in dieser Richtung läuft über Szalowa, Stràa, Bobowa, 
überschreitet nachher das Brala-Thal, wo er endlich nach einer schwachen 
Entwicklung in der Gegend von Brzana bald gänzlich verschwindet. 
Wir haben bereits im ersten Theile erwähnt, daß bei Ehodorowa u. s. w. 
ein massiger, grobkörniger, leicht verwitterbarer Sandstein vorkommt, der 
stellenweise, so z. B. bei Ci^kowice, malerische Felspartieen bildet. Man 
darf jedoch nicht glauben, daß derselbe mit dem massigen Sandstein identisch 
ist, den wir bei Losie, Kgclowa u. s. w. ausgeschieden haben, da der letz 
tere sich von ihm durch seine mehr compacte Natur und feineres Korn 
unterscheidet. 
Dieser Sandstein, den wir als „Citzökowicer Sandsteine" bezeichnen 
wollen, bilden in der Gegend von Ehodorowa einen ziemlich mächtigen Zug. 
Der übrige Theil des nördlichen Gebietes dieser Karte wird durch 
den plattigen eocenen Sandstein eingenommen. 
Anders verhält es sich auf dem nördlichen Gebiete.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.