Full text : Festschrift zur Feier des 250jährigen Bestehens der Freien Baugewerks-Innung Bauhütte zu Stade

bis  Mkchaelkswöchentllch12  gute  Groschen,  von  Michaelis  bis  Ostern
wöchentlich  8  gute  Groschen  aus  Ser  Kaste.  Außerdem  zahlte  jeSes
in  Arbeit  stehende  Mitglied  dem  Gekrankten  wöchentlich  1  guten
Groschen  lüiesog.Krankensteuer).3mTodesfalleerhieltendieHinterbliebenen
  aus  der  Lade  12  Reichstaler  Kastenmünze  zu  den  Geerdigungskosten.

Rls  1843  die  Landdrostel  Stade  die  Rufhebung  -er  Ouartale
geboten  hatte,  verordnete  der  Magistrat  die  Einziehung  -er  Seiträge
von  dem  Lohn  -er  Gesellen  durch  die  Rrbektgeber.  Diese  öeträge
sollten  -emLadenmeister  ausgehändigt  werden,  welcher  alljährlich
mit  den  beiden  pflegegesellen  dem  Magistrat  die  Rechnung  -er  Kaste
vorlegen  sollte.
Rls  1845  -er  Magistrat  Sie  Rechnung  von  184S  einforderte,  antworteten ­
  die  Gesellen,  fle  wollten  die  Kaste  eingehen  lasten.  Erst
nach  wiederholter  Strafandrohung  wurde  eine  Abrechnung  vorgelegt. ­
  Diese  war  wenig  übersichtlich  aufgestellt,  die  Einnahmen
aus  -erkrankensteuer  fehlten  gänzlich,  auch  -erposten  vonSRekchstalern
  11  Schilling  Aehrungskosten  bei  Seerdigung  von  Mitgliedern
wurde  als  zu  hoch  bemessen  angesehen  und  daher  die  Rechnung  vom
Magistrat  zurückgewiesen.
1845  und  46  zogen  die  Maurergesellen  überhaupt  keine  Seiträge
zur  Kasse  ein,  nahmen  dem  Laüenmeister  Lohmann  den  Schlüssel  zu
der  Lade  ab  und  wirtschafteten  nach  eigenem  Ermessen.  Den  Rnlaß
zum  Eingreifen  des  Magistrats  ln  die  Angelegenheit  gab  ein  Maurergeselle ­
  Herzog.  Vieser  wollte  sich  verheiraten.  Da  aber  die  Gesellen
sich  weigerten,  Herzog  zur  Kaste  einzuschreiben,  unter  der  Rngabe,
daß  hier  bereits  genügen-  verheiratete  Maurergesellen  seien,  erhielt
dieser  bei  den  Meistern  auch  keine  Arbeit.  Nach  mehrfachen  fruchtlosen ­
  versuchen  des  Magistrats  forderte  dieser  die  Einschreibung
Herzogs  zur  Kaste  auf  dem  Rathause  vorzunehmen,  während  der
pflegegeselle  sich  auf  dem  Rathause  befand,  holten  einige  Gesellen
den  Schlüssel  von  -essen  Hause  nach  -er  Herberge,  wo  sich  nun  die
sämtlichen  Maurergesellen  versammelt  hatten.  Rufvorstellung  des
Maurermeisters  Lohmann  sah  der  Gürgermekster  Neubourg  von
Awangsmaßregeln  ab,  ging  nach  -er  Herberge  und  stellte  den  Gesellen ­
  das  Strafbare  ihrer  Handlungswelfe  vor  und  erreichte,  -aß
die  Gesellen  sich  -er  Ordnung  fügten.

UH

UH
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.