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nand für kulturelle Zwede einer anderen Nationalität
dejteuert wird. — Bei ehrligem Willen zu nationalem Frieden ift
yiejer Weg ehr wohl gangbar. Der Wille aber fehlt no zur Zeit,
und nicht die Unmöglichkeit, diejen Weg zu gehen, ijt bisher nod) das
Hindernis der Löfung der nationalen Fragen im Often. Bon der Löjung
diefer Frage hängt aber die Zukunft der DeutjdHen im Often ab. Aug
unter den anderen Völkern wird dort vorher fein Friede einkehren,
die Zeiten ungeltrafter nationaler Vergewaltigung find Heute vorbei.
Die Länder im Ofjten brauden die deutfde Wirkfjamkeit auf ihrem
Boden noch mehr als die DeutjdHen den Often zum Leben nötig haben.
Und das Staatswejen, das die Zukunft des Oftens bheherrihen will,
wird das nur mit Hilfe deutfder Arbeit erreiden.
Die OftlanddeutjdHen aber verlangen von einem Staat, dem fie
angehören [ollen, fulturelle Freiheit für ihr Bolkstum und volle bürger-
‘ide Gleidhberedhtigung. Das allein verbürgt ihnen eine Zukunft.
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