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das eine Zunahme, die keine Bedeutung im Vergleich mit der Rohstoff
verbilligung haben kann 1 .
Unsere Ergebnisse bestätigen eigentlich die Eisenindustriellen
selbst. So erklärte Wolski, Sekretär des Industriellenverbandes auf
einem Verbandstage, daß die Schienenproduzenten schon bei 60°/ 0
der Produktionsfähigkeit der Walzwerke mit dem Schienenpreise von
90 Kop. pro Pud sehr gute Gewinne machen können 1 2 .
Bei 60°/ 0 iger Produktionsfähigkeit der Werke mußte die Amorti
sation etwa 8,3 Kop. pro Pud bilden, oder bloß 4,2 Kop. mehr, als es jetzt
der Fall ist. Wir müssen also zu dem Schlüsse kommen, daß der
schon erwähnte Preis von 90 Kop. für die jetzigen Verhältnisse ganz
nutzbringend ist. Auch Lauwick zeigt in seinem Buche, daß bei
dem Preise von 112 Kop. der Reingewinn auf 1 Pud Schienen etwa
25—30 Kop. beträgt 3 . Von diesen Tatsachen ausgehend rechnen
wir die Selbstkosten der Schienen durchschnittlich nicht mehr als
80 Kop. Die Produktionsunkosteu nahmen also seit der Zeit der
Krisis bedeutend ab.
Dieselbe Bewegung abwärts sehen wir im großen und ganzen
auch bei der Schwellenproduktion. So berechnet Lauwick den
gegenwärtigen Gewinn pro Pud Schwelle auf ungefähr 20—30 Kop.,
oder es mußten bei durchschnittlichen Verkaufspreisen von 92,5 bis
100 Kop. die Selbstkosten auf Schwellen etwa 70 Kop. pro Pud
betragen.
Die genaue Berechnung der Produktionskosten der Schwellen,
wie auch der anderen Sorten ist uns leider unmöglich zu geben, im
allgemeinen läßt sich aber konstatieren, daß eine gewisse abnehmende
Tendenz der Produktionsunkosten seit der Hochkonjunktur bei den
verschiedensten Sorten zu bemerken ist. Diese Tendenz ist durch
Verbilligung der Rohstoffe, technische Verbesserungen, Sparsamkeit
usw. bestimmt. Die Produktionsunkosten wurden besonders unmittelbar
nach der Krisis herabgesetzt. Gerade damals sehen wir eine merk
bare Abnahme der Rohstoffpreise, außerdem wurden auch die Arbeits
preise bedeutend herabgesetzt. Später, seit dem Jahre 1904, findet
man wieder eine gewisse Verteuerung dieser beiden Hauptelemente
der Produktion, so daß die Produktionsunkosten wieder etwas zu
nehmen. Diese Erscheinung wird aber durch die ständige Ver
besserung der Betriebsorganisation abgeschwächt, oft sogar voll
ständig aufgehoben.
Die Produktionsunkosten in der Eisenindustrie Südrußlands sind
niedriger als in anderen Gebieten Rußlands. Als Hauptgrund hierfür
ist die relative Billigkeit und die gute Qualität der südrussischen
1 Kaffenhaus, a. a. O., S. 129.
2 Lauwick, a. a. O., S. 129.
3 Der Roheisenpreis selbst nahm in derselben Zeit um etwa 14 Kop. pro
Pud ab.