mit dem Gedanken beschäftigt, wie er sie am sichersten seiner
Familie erhalte.
Eine schwere Krankheit lähmte im Herbst des Jahres 1549
Hans Paumgartners rastlosen Tätigkeitstrieb. Er konnte auf
seinem Besitztum in Schwabmünchen, bereits ans Bett ge
fesselt, noch die letzten notariellen Verfügungen treffen und
am 27. August in einem „Teilbrief“ seine Güter und Besitzungen
zwischen seinen beiden Söhnen Hans Georg und David teilen 1 ).
Am 2. September garantierte er seiner Gattin nochmals ihre
Rechte und hielt zugleich die getroffenen Verfügungen wegen
Anton aufrecht 1 ). Am 14. September gedenkt die Tiroler Re
gierung noch seiner Krankheit in einem Schreiben an seine
Söhne, indem sie ihrem Vater baldige Genesung wünscht 2 ).
Dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung. Ende September oder
Anfang Oktober 1549 starb der kaiserliche Rat und Freiherr
von Hohenschwangau im Alter von etwa sechzig Jahren wahr
scheinlich in Schwabmünchen. Wie er gewünscht, wurde er
in Waltenhofen bestattet, angesichts seiner Schlösser Hohen
schwangau und Schwanenstein, deren Erwerb ihm einst in
glücklicher Stunde gelungen.
Drittes Kapitel.
Die Zeit des Verfalls.
Hans Georg und David Paumgartner.
Von den Söhnen Hans Paumgartners war Hans, der älteste,
schon zu Lebzeiten des Vaters gestorben, Anton wurde von
dem Fideikommiss gegen eine Leibrente ausgeschlossen. Das
Geschäft und der Grundbesitz gingen daher jetzt auf Hans Georg
und David über, und zwar in der von dem Vater noch vor
seinem Hinscheiden festgesetzten Weise 3 ). Danach sollte
1 ) Geh. Staatsarchiv K blau 382/4.
2 ) Innsbruck, Statthaltereiarchiv: Gemein Massiven (1549) fol. 566.
3 ) Diese Teilung nahm Hans Paumgartner kurz vor seinem Tod
vor. In seinem Testament vom Jahre 1543 hatte er sich die Errichtung