ihrer Streitigkeiten das notwendige Vorspiel für jeden
Versuch einer dauerhaften Einigung zwischen den
großen Gesellschaften war, griff er diese beiden Fälle
unmittelbar und mit seiner charakteristischen Ziel-
bewußtheit an.
Die South Pennsylvania stand teilweise nur auf
dem Papier und war erst streckenweise vollendet, die
West Shore war bereits seit einiger Zeit im Betrieb,
aber seit kurzem sehr übel daran. Sie war aus der Ver-
einigung mehrerer ursprünglich selbständiger Bahnen
mit der New York, Ontario & Western hervor-
gegangen, die damals ein Kapital von 10 Millionen Dollar
hatte. Charles T. Woerishoffer, ein Mitglied der New
Yorker Börse und zwar der Baissepartei, der Eisen-
bahningenieur General Edward F. Winslow und Ge-
neral Horace Porter, ihre Organisatoren, hatten die
absolute Kontrolle über drei Konzerne, die Ontario
8& Western, die North River Construction Company
und die West Shore. Mit ihren 10 Millionen kaufte
die Ontario & Western Aktien der West Shore; auf
diese Weise wurde die erste wichtige Finanzoperation
möglich gemacht. Später übernahmen John Jacob
Astor, D. O. Mills und einige andere hervorragende
Kapitalisten die Anteile, bis schließlich 40 Millionen
ausgegeben waren. Man baute eine Parallellinie zu
der New York Central auf der ganzen Strecke von
New York bis nach Buffalo, und die beiderseitigen
Strecken liefen in Sichtweite nebeneinander her.
Von den Organisatoren wurde bekanntgemacht,
daß die Wahl derselben Trasse wie die Central sie
hatte, nämlich das Hudson- und Mohawktal aufwärts,
den Vorteil geringerer Steigungen für die neue Bahn
gewährleistete, daß die Bauausführung erstklassig, die
Kosten aber dennoch gering und das Aktienkapital
auf 70 Millionen beschränkt sein sollte, eine sehr
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