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ist, spricht ausdrücklich, wie auch Kankrin selbst zugibt, 1 )
in seinem Hauptwerke von dem Reichtum der Nationen,
worin im Grunde genommen auch die Begriffe vom Welt-
und Nationalreichtum schon enthalten sind. Neu ist dabei
wohl, soweit wir zu übersehen vermögen, nur die bewußte
Auseinanderhaltung des Nationalreichtums und des Welt
reichtums, die Kankrin dann als Ausgangspunkt zur Er
klärung der Handelsbilanz, wie schon gesagt, ihre Dienste
geleistet hat. So ist denn auch der Hinweis Kankrins auf
den Unterschied zwischen ihm und A. Smith in dieser
Hinsicht wohl begründet. Während nämlich bei Kankrin
der Nationalreichtum zum Weltreichtum in einem gegen
sätzlichen Verhältnis steht: Nationalreichtum vermehrt sich
nur aus dem Weltreichtum, — ist bei A. Smith die Sache
anders; hier gleichen sich die Nationalreichtümer in ihrem
wechselseitigen Verhältnis aus. 2 )
Im »Weltreichtum« teilt Kankrin die zum Leben der
Menschen notwendigen Güter in drei Gattungen, nämlich
in diejenigen des Notwendigen, in die des Angenehmen
und die des Luxuriösen (oder »der hohen Verfeinerung«),
Nur sei diese Einteilung nicht absolut, sondern bloß relativ
zu nehmen, d. h. jeweils nach Zeit, Ort und Kultur eines
gegebenen Volkes abgestuft. 3 ) In der »Ökonomie«, wo die
Summe aller verbrauchbaren Güter als Reichtum bezeichnet
wird, 4 ) teilt Kankrin den letzteren seinerseits ein: in den
•"einen Natur-Reichtum und den erzeugten Reichtum.
Von dem reinen Natur-Reichtum unterscheidet Kankrin noch
e inen allgemeinen, wie: Luft, Licht, Wärme, Wasser etc.>
und einen speziellen, unter welchem er die Güter versteht,
Welche »die Natur von selbst hervorbringt und die von
seiten des Menschen nur die Mühwaltung fordern, sie zum
Genuß zu bringen«, wie z. B.: Lrüchte, Kräuter etc. 5 )
b Weltr. 1/2. — 2 ) Vgl. A. Sm. II. 277. — ») Weltr. 3. —
4 ) Ök. 3. - b ök. 4.