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dem können künstliche Preise durch Einfuhrverbote, durch
Staatsmonopole, aber auch durch Handelsunternehmungen:
durch monopolistische Tendenzen, durch Spekulationen etc.
hervorgerufen werden. 1 )
Was die Quellen des Einkommens betrifft, so muß man,
ebenso wie bei der Produktivitätsfrage, zwei Entwickelungs
phasen bei Kankrin unterscheiden, deren erstere im »Welt
reichtum« und die andere in der »Ökonomie« ihren Aus
druck findet.
Wir wissen schon, daß Kankrin im »Weltreichtum«,
in Anlehnung an die Physiokraten, »reine« Produktivität
nur den Naturkräften zuschreiben will, daß er aber daneben
auch die Produktivität des Genies, der Privation und des
Raubes anerkennt und dadurch nicht nur den Ackerbau,
wie bei den Physiokraten, sondern auch Industrie und
Handel produktiv gelten läßt. i) 2 )
Der reine Ertrag (oder das Plus), welcher bei Kankrin
den Überschuß der Produktion über den Verbrauch dar
stellt 3 ), kommt nach den Ausführungen des »Weltreichtums«
direkt nur dem Ackerbau und erst durch Einwirkung des
Genies und der Privation auch der Industrie und dem
Handel zu. 4 )
In der »Ökonomie« wird die Sache dadurch einfacher,
daß hier auch die Produktivitätsfrage sich vereinfacht. Hier
ist nämlich jede Arbeit produktiv, die irgend einen Genuß
schafft. 5 ) Dem Handel jedoch wird auch hier die Pro
duktivität nur insofern zugesprochen, als der Gewinn vom
Ausland herrührt. 8 )
Der reine Ertrag wird sowohl im »Weltreichtum«, als
auch in der »Ökonomie« auf dieselbe Weise verteilt, nämlich:
auf die Rente (»Weltr.«) oder die Landrente (»Ök.«), auf den
»billigen Gewinn« des Pächters, auf den Kapitalzins und
auf den Arbeitslohn. In der »Ökonomie« ist anstatt des
i) Weltr. 93. — 2 ) Weltr. 33. — 3 ) Vgl. Weltr 25, 31, 32; Ök. 97.
■i) Weltr. 34. - 6 ) Ök. 8. - «) Ök. 23.